Atemlose vier Tage lagen vor den verbliebenen sieben Mädchen, die noch im Rennen sind um den Titel „Germany's next Topmodel". Ein Casting, Selbst-Shoots, „Rock'n'Roll" - Aufnahmen und mit Delphinen schwimmen erwarteten die Mädchen. Am Ende schickte die Jury eine von ihnen heim. Und Favoritin Marie Nasemann musste sich, nach einer ohnehin missglückten Woche, harte Kritik anhören.
Alles begann mit der Ankunft der schönen Sieben auf dem Flughafen der Ferieninsel Hawaii. Die Idylle von Hula Hula tanzenden Blumenkinder die an die Mädchen Blumenkränze verteilten, ist jäh von Jurymitglied Peymen Amin beendet worden. Auf den schnellsten Weg ging es mit dem Auto in Richtung Honolulu und zum bereits wartenden Kunden.
Gesucht wird „eine Frau, die mit beiden Füßen im Leben steht und Spaß daran hat", wie Auftraggeberin Maria Pambori erklärt. Diese sowohl harte als auch zarte lebensbejahende junge Frau soll dann das Gesicht für die internationale Kampagne der Duftmerke XX by MeXX werden, was einen Werbespot und Bilder umfasst. Die Augen der Kandidatinnen glänzen voller Vorfreude, jetzt geht es darum zu beweisen, dass sie „nicht nur photogen, sondern auch telegen" sein können (Marie).
Die ungekrönte Siegerin der Staffel ahnte da noch nicht, dass sie in dieser Folge von der Jury so oft ihr Fett weg bekommen sollte, wie in den gesamten Episoden davor nicht. Den Auftakt machte dieser Auftrag - Marie versagte weil sie zu sehr Model war. „Du sollst nicht posen! Das ist ein Foto-Shooting, kein Casting", schüttelte Peyman Amin den Kopf. Aber auch für die anderen Mädchen war es nicht einfach. Sara vergaß ihr Fotobuch, Sarina war zu wenig selbstbewusst, Jessicas Blicke überzeugen nicht.
Das Casting-Finale entschied sich letztendlich zwischen Jessica und Mandy. Die müssen sich um zu siegen gegenseitig ins Gesicht schreien, warum sie den Job wollen. Jessicas „Du bist keine Konkurrenz für mich", wird von Mandys „Noch stehen wir beide hier" zurückgewiesen. Am Ende liegen sich beide wieder in den Armen und letztere kriegt den Job, wahrscheinlich auch weil sie beim ersten Auftreten einen animalischen Urschrei losließ - zur Bekräftigung ihrer wilden Seite. Frau Pambori fand es toll: „Sie ist entzückend. Ich bin zusammengezuckt als sie mich angeschrieen hat."
Am nächsten Tag durften die Beauties am Strand relaxen. Jedenfalls theoretisch. Zuerst mussten sie Boris Entrups Make-up-Schule für den perfekten Strandlook durchlaufen. Kaum im Wasser, kommen auch schon Heidi Klums Lakaien Roy Scheider und Peymen um die dieswöchige Challenge unter der Überschrift „Selbst-Shoot" zu verkünden. Heidi führt ihre Anforderungen an die Kontrahentinnen so aus: „Das Thema ist ‚starke Frauen'. Die Mädchen sollen sich selbst fotografieren und dabei Teamfähigkeit beweisen." Und das in Zweiergruppen, da Mandy ihren Werbespot dreht. Als Locations dienen die Naturkulissen der Nordpazifik-Insel: Strand, Regenwald, Vulkangestein.
Die Gewinnerin Ira (laut Peymen „Die einzige starke Frau, die wir gesehen haben") erhielt als Preis eine Runde Schwimmen mit wilden Delphinen, begleitet von Partnerin Jessica. Und so geht es gleich im Anschluss mit dem Boot aufs Meer hinaus. Animiert von den Delphinen verdeutlicht eine aufgeregte Jessica: „Das ist ja ne riesen-fette Pflanze ähm Flosse!" Nach den Minuten unter Wasser sind beide um eine einzigartige Erfahrung reicher. Das Schwimmen mit den wildlebenden Säugetieren beeindruckte sie dementsprechend. „Es war ein Feeling von Freiheit", urteilt die 20-jährige angehende Friseurin.
Am nächsten Tag ging es zurück in die L.A.-Villa, wo die „Good Charlotte"-Sänger Benji und Joel Madden auf die verdutzten Girls warteten. Die Frontmänner der US-Band („Lifestyle of the Rich & Famous") sind die Coaches für das „Rockstar"-Shooting, dass auf die Mädchen zukommt und sollen ihnen zeigen, „wie man als Rockstar auf der Bühne abrockt", so Peymen. 24 Stunden später stehen sie dann vor Heidi und dem Photographen Marc Baptiste und müssen selbst auf der Bühne überzeugen.
Alle bis auf Jessica, schaffen es den „schwierigen Shoot", bei dem es wichtig ist „Heavy Metal-mäßig rüberkommen" (Heidi) gut über und auf der Bühne zu bringen. Diese wirke zu gestresst, zu verkniffen „Du warst die Schlechteste. Du warst lahm." Auch Ira schlug sich nicht gut. „Du hattest keinen Spaß und das hat man dir auch angesehen." Die beste Figur machte dabei wohl Sarina, glaubt man der einstimmigen Meinung aller vier Anwesenden.
Bei der Entscheidungsshow mussten die Grazien dann im Bikini über den Runway laufen. Bei Maria waren die Proportionen falsch, Sarina sei zu unspektakulär, Sara gab eine schlechte Figur ab, Jessica hat das Licht in ihren Augen verloren und bei Ira war die ganze Woche schwammig. Selbst Maries Qualitäten sind bemängelt worden. „Du wirkst aufgesetzt, nicht echt", kritisierte die Jury sie. Einzig Casting-Gewinnerin Mandy konnte beigeistern. Sie sei wunderbar gelaufen. Man habe ihr angesehen, dass es ihr Spaß gemacht hat.
Am Ende hieß es Abschied nehmen von der ältesten Teilnehmerin. „Ira, ich habe leider kein Foto für dich. Es tut mir leid", sagte Heidi und blickt sie mitleidig an. Somit habe nur noch die anderen eine Chance auf das deutsche Cosmopolitan-Cover zu kommen und die Werbeverträge mit C&A und Maybelline Jade im Wert von 200.000 Euro zu gewinnen. Wie sagte es die Ausgeschiedene selbst so schön? „Da waren's nur noch sechs - und Ira war weg."