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FC Bayern München mit Traumstart: Der Konkurrenz zittern die Knie

09.08.2008 Für den FC Bayern München beginnt gegen Erfurt der Ernst des Lebens

Schonfrist für Klinsmann abgelaufen

Für den FC Bayern München ist es am übermorgigen Sonntag vorbei mit dem Spaß. In der ersten Runde des DFB-Pokals beginnt gegen den Drittligisten Rot-Weiß Erfurt der Ernst des Lebens. Während sich Trainer Jürgen Klinsmann in der Vorbereitung durchaus Niederlagen erlauben konnte, ist die Mannschaft nun zum Siegen verdammt. Eine Pleite würde den FC Bayern noch vor dem Bundesliga-Auftakt in eine schwere Krise stürzen lassen.

Klinsmann hat es derzeit jedoch nicht leicht. Die Pfiffe nach dem biederen 0:1 gegen Inter Mailand unter der Woche dürften dabei noch das geringste Problem des ehrgeizigen Schwaben sein. Was den Bayern-Coach wirklich umtreibt, ist die momentan desolate Personalsituation im Kader des deutschen Rekordmeisters. In Erfurt stehen den München gleich acht Spieler nicht zur Verfügung.

Vier der Ausfälle würden unter Klinsmann normalerweise zur Stammformation gehören. Selbstverständlich Franck Ribery, der wegen seiner Syndesmoseband-Verletzung jedoch noch bis September ausfällt. Natürlich würde auch Luca Toni spielen, wenn der italienische Weltmeister fit wäre. „Das Spiel kommt für Luca zu früh“, erteilte der Bayern-Trainer einem Einsatz seines Topstürmers jedoch eine Absage.

Auch Martin Demichelis gehörte am Mittwoch beim Spiel um den Franz-Beckenbauer-Cup zur Startaufstellung, musste aber bald mit einem verletzten Unterschenkel das Feld verlassen. Und schon zuvor hatte sich Pechvogel Willy Sagnol abermals schwer verletzt. Darüber hinaus fallen auch Ersatztorwart Hans-Jörg Butt, Werder-Neuzugang Tom Borowski und die beiden südamerikanischen Olympiateilnehmer Sosa und Breno aus.

Die beinahe endlose Liste kann Klinsmann allerdings nicht aus der Ruhe. Der Coach der FC Bayern weiß, dass seine Mannschaft gegen einen Drittligisten dennoch klarer Favorit ist. „Sicherlich sind die vielen Verletzungen unangenehm, aber wir spüren keinen Druck und machen das Beste daraus. Wir wollen dennoch die Ergebnisse einfahren.“ Wenigstens wird der Trainer des Titelverteidigers wieder auf Bastian Schweinsteiger zurückgreifen können. Der Nationalspieler hat seine Grippe wieder auskuriert, die ihn unter der Woche zu einer Pause zwang.

Mit welchem Spielsystem die Bayern gegen Rot-Weiß Erfurt antreten werden, hat sich nach dem Ausfall von Demichelis von selbst entschieden. „Ohne Demichelis kann ich kein 3-5-2 spielen lassen“, erklärte Klinsmann und wies damit auf die altbewährte 4-4-2-Aufstellung hin, die nach wie vor das Hauptspielsystem des deutschen Meisters sein wird. Allerdings könnte der Trainer die Zuschauer am Sonntag (20:30 Uhr, live im ZDF) mit einigen neuen konfrontieren. Thomas Müller, Holger Badstuber und Deniz Yilmaz von der zweiten Mannschaft des FC Bayern werden die Profis mit nach Thüringen begleiten.

Trotz aller Personal- und Formsorgen möchten die Bayern unbedingt vermeiden, dass die Partie in Erfurt ein ähnlicher Pokalkrimi wird wie das Auftaktspiel gegen Wacker Burghausen im letzten Jahr. Gegen den Regionalligisten hatte sich das Starensemble um den damaligen Coach Ottmar Hitzfeld erst im Elfmeterschießen durchgesetzt. „Eine Verlängerung wollen wir vermeiden“, hofft Klinsmann auf einen deutlichen Erfolg seiner Mannschaft in der regulären Spielzeit.

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