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Bundestrainer Jürgen Klinsmann steht nach dem Debakel im Test-Spiel gegen Italien im Kreuzfeuer der Kritik

25.09.2008 FC Bayern München plant Wechselspiele auch gegen Hannover 96

'Jeder bekommt seine Einsätze'

Nach der Rehabilitation unter besonderen Umständen gegen den 1. FC Nürnberg, spricht Jürgen Klinsmann über die Personalplanung des FC Bayern München. Das geflügelte Wort 'Rotation' umschifft der FC Bayern-Motivator  dabei gekonnt, nachdem er seinen Kapitän Mark van Bommel zuletzt auf der Bank schmoren ließ. Doch dieser Entschluss hatte nichts mit dessen Leistung zu tun, sondern mit der bayerischen Dreifachbelastung aus Liga, Pokal und Königsklasse. Am morgigen Samstag gegen Hannover 96 soll das muntere Wechselspiel dann auch weitergehen.

Wer aus dem Münchner Starensemble gegen Hannover 96 auf der Bank sitzen wird, ließ Jürgen Klinsmann noch offen. Doch gleichzeitig kündigt der Trainer auch für die Zukunft muntere Wechselspiele an. Nachdem der FC Bayern-Motivator vor der Klatsche gegen Werder Bremen seine Stammformation gleich vier mal hintereinander auflaufen ließ und damit anschließend gehörig auf die Schnauze fiel, soll nun mit den Kräften der Spieler geschickter umgegangen werden: "Um international konkurrieren und den Rhythmus Pokal-Bundesliga-Champions-League gehen zu können, müssen wir Wechselspiele machen - nicht auf allen Positionen, aber sicher auf ein paar Positionen."

Droht van Bommel die Entmachtung?

Damit reagierte Klinsmann auf leise Kritik an der Aufstellung im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg. Der Kapitän Mark van Bommel musste ebenso wie Christian Lell, Daniel van Buyten und Lukas Podolski nach dem Werder-Debakel auf die Bank. Anschließend unkten die Münchner Gazetten, bald folge auch schon die Ablösung des Spielführers. Diesem Vorwurf tritt Klinsmann vor dem Spiel gegen Hannover 96 nun entgegen: „Alle werden zu ihren Spielen kommen. Die Saison ist sehr, sehr lange", erklärte der Trainer die munteren Münchner Wechselspiele für eröffnet.

Vor allem nach der Rückkehr von Franck Ribèry werden die Plätze auf dem Rasen immer umkämpfter. Nachwuchshoffnung Toni Kroos beispielsweise saß in den vergangenen Wochen mehrmals nur auf der Tribüne, Olympia-Nachzügler Jose-Ernesto Sosa immerhin auf der Bank. Auch Nationalmannschaftsgröße Tim Borowski musste das ein oder andere Mal die Partien seines neuen Arbeitgebers von außen betrachten., ebenso wie der latent unzufriedene Lukas Podolski.

Münchner „Wechselspiele" statt Reizwort Rotation


„Wir haben einen sehr starken Kader. Sturm, Mittelfeld, Abwehr - wir haben überall eine doppelte Besetzung", freut sich Klinsmann über die große Ausgeglichenheit im Kader. Der dadurch verstärkte Konkurrenzkampf soll jeden Einzelnen noch besser machen: „Wir haben einige Spieler, die einen Schritt nach vorne gekommen sind", erklärte Klinsi sein System. „Da gibt es einfach Leben in der Bude", fügte der FC Bayern-Motivator hinzu.

Zudem lobt Klinsmann besonders die Spieler, die in den vergangenen Spielen beinahe jedes Mal zum Einsatz kamen. „Durch die Bank" hätten sich Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und auch Andreas Ottl stark gesteigert. Neueinkauf Massimo Oddo habe sich in seiner ersten Partie von Beginn an sehr gut geschlagen, ergänzte der Trainer zufrieden.

Sieg gegen Hannover fest eingeplant

Am morgigen Samstag wartet nun Hannover 96 auf Bayern München. Welche Spieler dann ein Päuschen bekommen, ließ Klinsmann einen Tag vor der Partie im hohen Norden allerdings offen: „Wir müssen schauen, wem wir wann eine Pause gönnen." Gegen Hannover muss ohnehin ein klarer Sieg her, schließlich stecken die Spieler von Dieter Hecking momentan in einer mittelschweren Krise, auf nur vier magere Pünktchen kommen die Mannen aus dem Norden. Zudem plagen Hecking schwere Verletzungssorgen, auch wenn zumindest Neuzugang Jan Schlaudraff nach seiner Knieprellung wieder im Kader steht.

An der Säbenestraße herrscht hingegen trotz der eisigen Münchner Kälte wieder eitel Sonnenschein. Nach dem sicheren Sieg im DFB-Pokal ist die Schmach gegen Werder Bremen schon wieder vergessen, eine der größten Vorteile des drei-Tages- Spielrhytmus.  Doch nun muss nachgelegt werden, soll die Spitzengruppe in Liga 1 um Schalke 04, Hoffenheim und den HSV nicht noch weiter enteilen.


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