Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München sorgte am heutigen Montagmorgen gleich mehrfach für Aufregung: Bayern-Manager Uli Hoeneß stellte nicht nur die "Freilassung" des unglücklichen Bankdrückers Lukas Podolski am Ende der Saison in Aussicht. Vielmehr soll der starke Mann an der Säbener Strasse auch eine die Verpflichtung des ukrainischen Nationalspielers Anatoli Timoschtschuk in die Wege geleitet haben. Das Personalkarussell läuft also bereits vor der Winterpause auf Hochtouren.
Der Mittelfeldspieler von UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg, Anatolij Timoschtschuk, soll sich nach Angaben der ‚Bild am Sonntag‘ zur Zeit in der bayerischen Hauptstadt befinden und sich dort einer sportärztlichen Untersuchung unterziehen. Die Untersuchung ist Pflicht bei bevorstehenden Transfers. Bayern-Manager Uli Hoeneß dämpfte allerdings vorab die Erwartungen über einen tatsächlichen Wechsel am Sonntag in der ARD-Sportschau: „Es ist richtig, dass wir mit ihm gesprochen haben, ob es was wird, werden wir sehen."
Der 29-jährige Timoschtschuk könnte den Konkurrenzkampf im defensiven Mittelfeld des FC Bayern massiv zuspitzen. Kapitän Mark van Bommel und Ze Roberto, die derzeit gesetzt sind, müssen vielleicht schon bald um ihre Einsätze auf dem Spielfeld fürchten. Die Verträge beider Spieler laufen jedoch schon Ende der Saison aus.
Timoschtschuk hat bei seinem Heimatverein in Russland noch einen Vertrag bis 2011. Er würde die Bayern im Falle eines Transfers im Januar etwa 15 Millionen Euro kosten. Der Rekordmeister hatte bereits im Sommer Interesse signalisiert. Damals war mit St. Petersburg aber keine Einigung zustande gekommen.