Trainer Louis van Gaal vom FC Bayern München wird im Südderby am morgigen Samstag gegen den VfB Stuttgart wohl von Anfang an auf Sturmtalent Mario Gomez setzen. Darauf lassen jüngste Äußerungen schließen.
Es ist seine große Chance: Der frühere VfB-Knipser Mario Gomez (24) wird wohl für den FC Bayern München gegen seinen ehemaligen Verein von Anfang stürmen dürfen.
Auf dieses für die Fans mit Spannung erwartete Szenariolassen jüngste Äußerungen des Niederländers schließen. So gab der Trainer nach dem 4:0 ausgegangenen Torfestival gegen Eintracht Frankfurt die folgenden, bedeutungsschwangeren Worte zu Protokoll: "Es ist für Gomez ein besonderes Spiel, und ich habe den Spielern dann oft die Chance gegeben."
Auf seinen Landsmann Arjen Robben wird der Holländer hingegen wohl eher verzichten, wie er durchblicken ließ: "Wir müssen mit seiner Situation vorsichtig umgehen. Ich verzichte lieber auf ihn in Stuttgart, damit er für das Spiel gegen Bordeaux fit ist."
Auch wenn sowohl Franck Ribery als auch Ivica Olic wohl wieder nicht mit der Partie sein werden, war van Gaal von der Vorstellung seiner Mannen gegen Frankfurt sehr angetan: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt. Wir haben bis zur 75. Minute die Ordnung gehalten. Es war heute etwas einfacher für uns, weil Frankfurt mehr nach vorne gespielt hat. Und wir haben sehr gut gespielt. Jeder Sieg bringt mehr Selbstvertrauen."
Gegen die Elf des angeschlagenen VfB-Trainers Markus Babbel stehen die Chancen für den FC Bayern München nicht schlecht, die gerade erst begonnene Siegesserie fortzuführen. Der VfB Stuttgart hat in den letzten fünf Pflichtspielen keinen einzigen Sieg eingefahren, und auch in den letzten zwei direkten Begegnungen mit den Bayern konnte sich beide Male der Rekordmeister deutlich durchsetzen.
Mario Gomez demonstrierte indessen in einem Interview mit der 'Bild'-Zeitung Entschlossenheit und Biss: "Ich werde Vollgas geben, weiterhin in jedem Training alles aus mir herausholen und damit den Trainer überzeugen. Ich bin ein Stürmer, der über Dynamik, die Schnelligkeit und den Körper kommt. Einer, der für Tore steht. Das wird auch in Zukunft so sein."
Sein Ziel habe er klar vor Augen, betont der für sage und schreibe 30 Millionen Euro an die Säbener Straße gewechselte Star-Kicker: "Ich bin nicht zum FC Bayern gekommen, um auf der Bank zu sitzen. Aber ich muss mich nicht selbst anlügen: Ich bin auch nicht zufrieden, und im Moment haben die Leute sicher nicht viel Spaß am Spieler Gomez.Auch das Vertrauen der Fans muss ich mir zurückholen."
Doch schon in der Vergangenheit, und nicht erst beim FC Bayern München, habe Mario Gomez bereits schwierige Phasen durchstehen müssen, erinnert sich der Schwabe: "Ich habe mir alles erarbeitet, nie was geschenkt bekommen. 2008, als die EM für mich nicht gut gelaufen war, meinten viele Leute: 'Der Gomez braucht Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen.' In der folgenden Saison habe ich 24 Bundesliga-Tore gemacht. Daraus schöpfe ich nun Kraft, um auch diese schwierige Situation zu meistern."