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FC Bayern München schwächelt: Doch Uli Hoeneß bleibt kämpferisch

07.08.2008 FC Bayern München: Uli Hoeneß wettert gegen 'Öl-Mafia'

Teures Benzin für teure Fußballer?

 

Der Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat scharfe Kritik an Ölmagnaten wie dem Russen Roman Abramowitsch geübt. Im Interview mit ’spox.com’ bezeichnete Hoeneß den Eigentümer des FC Chelsea als Mitglied einer „Öl-Mafia“, die rücksichtslos den Benzinpreis diktiere. Außerdem sprach der Manager auch über die Frage nach einem vierten Stürmer im Bayern-Kader. Seiner Meinung nach ist keiner nötig.

„Wir haben schon mit drei Stürmern genug zu tun“, erklärte Hoeneß in dem Interview. „Alle, die einen vierten Stürmer verlangen, erinnere ich an das Theater in der letzten Saison um Lukas Podolski. Er hat am Anfang nicht so oft gespielt und bestimmte trotzdem die Schlagzeilen.“ Also wird der FC Bayern, wie vom neuen Trainer Jürgen Klinsmann bereits angekündigt, nur mit Luca Toni, Miroslav Klose und Lukas Podolski als Sturmbesetzung in die neue Saison gehen.

Für weitaus mehr Aufsehen sorgt aber die Kritik des Bayern-Managers an Roman Abramowitsch. Dem 56-Jährigen ist der russische Ölmagnat, seines Zeichens Besitzer des FC Chelsea, offenbar ein Dorn im Auge. „Mich ärgert, wenn ich einmal in der Woche zum Tanken fahre. Diese Öl-Mafia zieht mir das Geld aus der Tasche, um es in Fußballspieler zu stecken. Das stinkt mir gewaltig, und das gilt auch für Herrn Abramowitsch.“

Hoeneß schimpfte weiter: „Diese Mafia beherrscht die ganze Welt und manipuliert den Ölpreis. Ich lasse mir das nicht länger bieten.“ Seine Kampfansage bezieht der Bayern-Manager aber nur auf das sportliche, und fügt hinzu: „Wir müssen Vereine wie Chelsea eben sportlich besiegen. Das wäre eine Genugtuung!“

Jahr für Jahr pumpt Roman Abramowitsch Geld in den FC Chelsea, der so in der Lage ist, sich einen exquisiten Kader zusammenzustellen. Unter anderem stehen bei Chelsea Stars wie der Kapitän der deutschen Nationalelf, Michael Ballack, der Portugiese Deco, der Engländer Frank Lampard oder der tschechische Torhüter Petr Cech unter Vertrag.

Der FC Bayern hingegen steht nach eigenen Angaben von jeher für ein gemäßigtes Finanzgebaren. Die große Ausnahme war der letzte Sommer, als der deutsche Rekordmeister unter anderem für Franck Ribéry und Luca Toni fast 40 Millionen Euro bezahlte. Investitionen, die sich für Hoeneß und Co. aber letztlich auszahlten.

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