Das Wechseltheater um Franck Ribery wird immer verrückter. Nachdem die 'Sport Bild' am gestrigen Mittwoch Franz Beckenbauer mit der Aussage zitiert hatte, der FC Bayern München sei zu einem Verkauf bereit, dementiert nun Karl-Heinz Rummenigge: "Das ist eine Falschmeldung!" Real Madrid soll mittlerweile 84 Millionen Euro für den Franzosen bieten.
Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, stellt im Interview mit der Münchner 'tz' klar: "Der Vorstand hat einstimmig beschlossen, dass Ribéry nicht zum Verkauf steht." Täglich kommen neue Meldungen, Statements und Spekulationen über die Zukunft des französischen Nationalspielers auf. Mal könne man über einen Transfer nur reden, wenn jemand bereit sei, etwas "Verrücktes" zu tun (Manager Uli Hoeneß), dann wird ein Wechsel mal wieder ausgeschlossen (Rummenigge) - und zwischendurch verkündet der Aufsichtsratsvorsitzende Franz Beckenbauer, das Gremium habe sich darauf geeinigt, dass Ribery wechseln könne.
"Es wurde kolportiert, der Aufsichtsrat hätte beschlossen, Ribéry dürfe gehen. Das ist eine Falschaussage und stimmt absolut nicht", erklärt Rummenigge gegenüber der 'tz'. Eine Zustimmung des Aufsichtsrates sei außerdem gar nicht notwendig, da es sich um Einnahmen handele, wenn ein Spieler verkauft werde. Dem Buhlen von Real Madrid sieht Rummenigge offenbar gelassen entgegen.
Beinahe jeden Tag gibt es neue Gerüchte. Zinedine Zidane, Berater von Real-Präsident Florentino Perez, äußerte mehrfach, ziemlich sicher zu sein, dass Ribery in der kommenden Saison in Madrid spielen wird. Auch der neue Sportdirektor Jorge Valdano bestätigte sein Interesse an Ribery. Die Bayern würden allerdings "astronomische Summen" fordern, so Valdano gegenüber dem Radiosender Onda Cero. Rummenigge allerdings interessiert sich weniger für Zidane, Valdano und Co, als für den Präsidenten Perez.
"Das sind honorige, ehemalige, sehr gute Spieler - aber es sind nun mal nur Berater. Mich interessiert nur das Wort von Pérez. Ich kenne ihn als Gentleman und er weiß genau, wie Uli Hoeneß und ich ticken." Perez hatte in der vergangenen Woche erklärt, er akzeptiere, dass die Bayern Ribery nicht verkaufen wollen. Ruhe ist seit dem trotzdem nicht in den Fall gekommen. Selbst Rummenigges Klarstellung vom Dienstag dieser Woche, der FC Bayern sei nicht gewillt, Ribery abzugeben, brachte keine Ruhe in die Angelegenheit.
Die englische Tageszeitung 'The Sun' berichtet am heutigen Donnerstag übrigens von einem neuen Angebot von Real. Demnach sollen die Spanier bereit sein, 84 Millionen Euro für Ribery zu bezahlen. Vor zwei Tagen machten 25 Millionen Euro plus Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart die Runde, gestern waren es 55 Millionen Euro und die beiden Spieler. Heute sind es 84 Millionen. Zuvor war sich Ribery und der FC Bayern übrigens schon mit dem FC Chelsea einig. Und einen Vorvertrag beim FC Barcelona hat der 26-Jährige auch schon unterschrieben.
Schulz (24.06.2009 07:39)Tri...
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