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Franck Ribéry beim FC Bayern München: Ein As der Extraklasse

15.06.2009 FC Bayern München: Real Madrid buhlt weiter um Franck Ribery

Tauziehen um Mittelfeld-As

 

Real Madrid hat in der Diskussion über die Verpflichtung von Franck Ribery erneut eine Kehrtwende eingelegt. Nachdem Real-Präsident Florentino Perez in der vergangenen Woche verkündet hatte, von einem Transfer Abstand nehmen zu wollen, wirbt Perez' Berater Zinedine Zidane nun ganz massiv um seinen französischen Landsmann. Der FC Barcelona hingegen scheint aus dem Rennen zu sein.

Beinahe jeden Tag gibt es im Wechseltheater um Franck Ribery etwas neues zu berichten. Sommerloch? Langeweile? Diese Wörter existieren im Wortschatz des FC Bayern München in diesem Jahr wahrscheinlich nicht. Ribery hält alle in Atem. Mal bekundet Real Madrid starkes Interesse und ist dann plötzlich doch nicht mehr interessiert, weil der Präsident respektiere, dass der Spieler beim FC Bayern unter Vertrag steht. Dann heißt es plötzlich, Ribery habe bereits einen Vorvertrag beim FC Barcelona unterschrieben. Und kurze Zeit später scheint Barca aus dem Rennen zu sein, während Real in Person von Zinedina Zidane wieder ganz massiv um Ribery wirbt.

"Die Entscheidung liegt bei ihm, aber ich glaube nicht, dass er ablehnen kann. Er ist ein überragender Spieler, der wunderbar zu Real passen würde. Ich erwarte, dass Ribery für Real spielen wird. Es wäre für ihn ein weiterer großer Karriereschritt, wenn er in dieser Mannschaft spielen würde", erklärte Zidane gegenüber der französischen Tageszeitung 'Le Dauphine Libere'. Zidane ist bei Real als Berater tätig und steht nach eigener Aussage in Kontakt mit der Bayern-Führung. Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge haben sich zu Zidanes Aussagen bislang nicht geäußert.

Mehr als 60 Millionen soll Real dem deutschen Rekordmeister bieten, um sich die Dienste des französischen Nationalspielers zu sichern. Eine Summe, bei der der FC Barcelona nicht mithalten kann. Dessen Präsident Joan Laporta bezeichnete "das Modell von Madrid" als imperialistisch und überheblich. Ribery wäre der dritte Riesentransfer nach Kaka (65 Millionen Euro) und Cristiano Ronaldo (94 Millionen Euro). Barca hat im vergangenen Jahr übrigens für 98 Millionen Euro eingekauft - ebenfalls eine Summe, die ein Großteil der internationalen Konkurrenz nicht aufbringen kann.

Alles scheint also auf einen Wechsel von Ribery zu Real Madrid hinauszulaufen, wenn die Bayern bereit sind, ihren Superstar abzugeben. Ab einer gewissen Summe, das hat ja auch Manager Hoeneß bereits anklingen lassen, werden die Verantwortlichen des Vizemeisters mit sich reden lassen. Ein Teil des Geldes würde allerdings wohl reinvestiert werden: Die Bayern wollen in der kommenden Saison wieder deutscher Meister werden und in der Champions League eine gute Rolle spielen. Für diese Ziele hat der Verein bereits reichlich in neue Spieler investiert. Sollte Ribery die Säbener Straße verlassen müsste ein Ersatzmann her. Das Transferkarussel würde sich also weiter drehen. Sommerloch und Langeweile wären endgültig aus dem Wortschatz des FC Bayern gestrichen.
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