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FC Bayern München: Lukas Podolski sorgt für böses Blut mit 1. FC Köln

15.09.2008 FC Bayern München: Lukas Podolski sorgt für böses Blut mit 1. FC Köln

Prinz Poldi im Fan-Glück

Nach dem Star-Auftritt von Lukas Podolski am vergangenen Samstag in Köln brodelt es gewaltig an der Säbener Strasse. Der junge Nationalstürmer hatte bei dem 3:0-Durchmarsch der Rekordmeisters das zweite Tor von Luca Toni vorbereitet, und das dritte gleich selbst gemacht. Dafür erntete er Ovationen bei seinem einstigen Vereinspublikum - und verleitete Uli Hoeneß zu unbedachten Polter-Äußerungen in Richtung des besiegten Gegners.

In der Halbzeitpause war das Possenpiel beim Zwischenstand von 0:0 bereits losgegangen: Podolski tauschte sich die Bälle zum Warmmachen mit ehemaligen Teamkollegen aus dem gegenerischen Lager aus, und ließ sich mit Balljungen fotografieren. Als Hoeneß ihn zur Ordnung zu rufen versuchte, tätschelte er ihm liebevoll-respektlos den Bauch.

Dass darauf eine Halbzeit der Superltive folgen würde, ließ sich zu dem Zeitpunkt noch nicht erahnen. 'Prinz Poldi' im Stimmungshoch: Getragen auf den Wogen der Fan-Gunst, gab sich Podolski quirlig und torgefährlich, und konnte des Tag sogar mit einem Treffer in der Nachspielzeit krönen.

Daraufhin brach der Jubel unter den Kölner Fans erst richtig los - und Poldi mittendrin. An der Ola der FC-Fans nahm er teil, sogar sein Tor erntete stehenden Applaus und begeisterte Zurufe. Uli Hoeneß muss das wohl Anlass genug gewesen sein, in urtypischer Manier zurückzutreten: Die Kölner sollten sich doch nicht so haben, ging das bedeuntgsgemäß, sie könnten sich den Jungstar doch sowieso nicht mehr leisten.

Im Wortlaut hieß das dann so: "Karl-Heinz Rummenigge hat ein Essen mit Wolfgang Overath gehabt. Und dabei ist klar geworden, dass sie hinten und vorne kein Geld haben, Podolski zurückzuholen. Die Kölner sollten sich das ein für allemal abschminken!"

Das konnte FC-Präsident Wolfgang Overath so natürlich nicht auf sich Sitzen lassen, und setzte dem Hoeneß-Spott noch die Krone auf: „Schon mutig von Uli, so etwas zu sagen. Denn er war beim Essen doch gar nicht dabei! Schön, was der so alles weiß... Wir werden, wenn es eine Chance gibt, immer um Poldi kämpfen. Ob wir ihn dann bezahlen können, muss Uli schon uns überlassen."

Das Feilschen um den Nationalstürmer geht also weiter. Seinem Preis auf dem Transfermarkt jedenfalls dürfte der Auftritt in Köln allerdings auch nicht geschadet haben. Im Rennen um das bayerische Bank-Juwel soll jüngsten Medienberichten zufolge sogar Real Madrid dabei sein.

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