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FC Bayern München dank Luca Toni meisterlich gegen Bayer Leverkusen

30.06.2009 FC Bayern München: Luca Toni will bleiben - Tim Borowski nicht

Das Personalkarussell dreht langsamer

Luca Toni will bleiben, Tim Borowski zieht es zurück zum SV Werder Bremen - die Planungen des FC Bayern München für die neue Saison gehen in die entscheidende Phase. Nach dem (vorläufigen) Ende der Spekulationen um Franck Ribery und Manuel Neuer scheinen sich nun also die nächsten Personalien rasch zu klären.

"Ich fühle mich sehr wohl in München. Der FC Bayern hat alles, was ich mir im Augenblick wünsche", erklärt Luca Toni im Interview mit der 'Bild'-Zeitung und beteuert, an der Säbener Straße bleiben zu wollen. "Ich bleibe dem FC Bayern treu! Ich werde noch härter trainieren, noch mehr Einsatz und Leistung zeigen", verspricht der Italiener den Fans. Der FC Bayern habe, so Toni, "eine ausgezeichnete Aussicht auf die Meisterschaft und eine reale Chance, die Champions League zu gewinnen."

So klingt wirklich niemand, der den Verein verlassen möchte. Zuletzt war viel über Tonis Zukunft spekuliert worden. Nach der Verpflichtung von Mario Gomez droht dem Italiener die Bank, mit Ivica Olic haben die Bayern einen weiteren starken Stürmer verpflichtet. Keine einfache Situation für den Torschützenkönig von 2008. Und auch der neue Sportdirektor Christian Nerlinger prophezeit dem 31-jährigen einen harten Kampf: "Es wird hart für Luca. Keiner sitzt gerne auf der Bank, aber es wird einen schweren Konkurrenzkampf beim FC Bayern geben", so Nerlinger gegenüber der 'Abendzeitung'.

Toni allerdings scheint sich vor der neuen Situation und der starken Konkurrenz nicht zu fürchten. Der Weltmeister von 2006 geht nicht davon aus, in der kommenden Saison überwiegend auf der Bank zu sitzen: "Ich denke nicht, dass das passieren wird. Ich habe in der letzten Saison einige entscheidende Tore für Bayern gemacht. Daher glaube ich nicht, dass man meine Stärken nicht bemerkt hat oder daran zweifelt, dass ich diese weiter einsetzen kann." Toni will es in München noch einmal allen zeigen - trotz Anfragen anderer "renommierter Vereine", von denen der Stürmer berichtet. "Die Fans des FC Bayern stehen felsenfest hinter mir und ich bin ein wichtiger Teil einer europäisch erfolgreichen Mannschaft. Warum sollte ich da wechseln?"

Den Verein nach nur einem Jahr verlassen wird hingegen Tim Borowski. Es war ein enttäuschendes Jahr für den Nationalspieler. Der ehemalige Bremer kam unter Jürgen Klinsmann kaum zum Zuge und in der gesamten Bundesligasaison lediglich auf sechs Einsätze von Beginn an. Die Verantwortlichen des FC Bayern hatten dem Mittelfeldspieler einen Wechsel nahegelegt. Und nun könnte aus dem ehemaligen Bremer Tim Borowski wieder der aktuelle Bremer Tim Borowoski werden.

Der 29-Jährige bestätigt den Kontakt zu seinem ex-Verein: "Wir hatten ein sehr positives Gespräch. Wichtig ist, dass sich beide Seiten eine Zusammenarbeit vorstellen können." Diese Bedingung ist offenbar gegeben, die Berichte der Werder-Verantwortlichen gehen in die gleiche Richtung. "Wir haben darüber geredet, wie Tim die Situation sieht, wie wir sie sehen. Das war sehr positiv", so Manager Klaus Allofs.

Mit dem FC Bayern haben die Hanseaten noch keinen Kontakt aufgenommen. Dies dürfte sich aber bald ändern. Denn Borowski besitzt noch einen gültigen Vertrag in München und daher wird Werder eine Ablöse zahlen müssen. "Der Transfer ist abhängig von den finanziellen Konditionen", erklärt Allofs. Sollten sich die Bremer allerdings mit Borowski auf Abstriche bei dessen Gehalt und mit dem Bayern auf eine angemessene Ablösesumme einigen können, dann wird der gebürtige Neubrandenburger wohl schon bald wieder für Werder kicken. Bislang hat Borowski seit 1996 zwölf Jahre bei den Norddeutschen verbracht und von 2000 bis 2008 insgesamt 169 Bundesligaspiele für die Grün-Weißen bestritten, in denen er 23 Tore erzielte.

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