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FC Bayern München dank Luca Toni meisterlich gegen Bayer Leverkusen

24.11.2009 FC Bayern München: Luca Toni hat keine Lust mehr auf van Gaal

Sein Unmut explodiert

Weltmeister Luca Toni sieht für eine Zusammenarbeit mit dem Trainer des FC Bayern München, Louis van Gaal, keine Zukunft mehr. Im italienischen Fernsehen hat der Stürmerstar erstmals offen über seine mögliche Rückkehr nach Italien und die Probleme mit dem niederländischen Coach gesprochen.

Eine problematische Beziehung: Beim FC Bayern München läuft es schon seit Monaten zwischen Luca Toni (32) und Louis van Gaal (58) nicht so wirklich prickelnd. Mittlerweile kommt der Italiener jedoch mit dem holländischen Trainer scheinbar überhaupt nicht klar, und nimmt in dieser Hinsicht jetzt auch kein Blatt mehr vor den Mund. Offen sprach er im italienischen TV darüber, in sein Heimatland zurückkehren zu wollen.

"Seit vier Monaten habe ich Probleme mit van Gaal", machte Toni seinem Ärger gegenüber dem Fernsehsender 'RAI 3' Luft, und fügte hinzu: "Alles hat Grenzen. Unsere Beziehung ist fast am Ende." Der Bayern-Stürmer äußerte außerdem den Wunsch, baldmöglichst nach Italien zurückzukehren, um jene Tore zu schießen, die ihn für eine WM-Präsenz in der Nationalmannschaft qualifizieren: "Ich bleibe der Stürmer, der derzeit die meisten Tore in der Nationalelf geschossen hat", verlautbarte der Star-Knipser stolz.

Offensichtlich ist der Italiener mit van Gaals Personalplanung überhaupt nicht zufrieden. Luca Toni stand auch am vergangenen Sonntag im Bundesligaspiel gegen Leverkusen aufgrund einer Leistenzerrung wieder nicht zum Kader des deutschen Rekordmeisters, und zählt von Beginn an nicht zum Stammpersonal von Louis van Gaal.

Der jüngste Streit zwischen den beiden entzündete sich aber Anfang November beim Spiel gegen den FC Schalke 04. Dabei sorgte der einstige Torgarant für Aufsehen, als er aus Enttäuschung über seine Einwechslung in der Halbzeitpause fluchtartig das Stadion verließ - noch während seine Kollegen sich auf dem Rasen zu schaffen machten. Der Stürmer war daraufhin von den Bayern mit einer Geldstrafe belegt worden und musste sich bei seinen Kollegen entschuldigen. Was LucaToni dann auch auf seiner Homepage brav tat, indem er sein "impulsives und falsches Verhalten" bedauerte, dieses anschließend aber mit der "Zermürbung von vier langen Monaten voller Entbehrungen und Unverständnis mit dem aktuellen Trainer" begründete.

Angesichts der anhaltenden Probleme zwischen Trainer und amtierendem Weltmeister wird schon seit Wochen über einen Transfer Luca Tonis in der Winterpause spekuliert, Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schloß den Schritt bislang jedoch kategorisch aus. Dem Top-Entscheider an der Säbener Straße zufolge will der FC Bayern München derzeit keinen einzigen seiner vielen talentierten Stürmer abgeben.

Ebenfalls ausgeschlossen scheint im Moment noch die Entlassung des Holländers zu sein. "Wir haben das Thema einer Entlassung van Gaals intern nicht diskutiert", betonte Uli Hoeneß am gestrigen Montagabend in der Sendung 'Blickpunkt Sport' im Bayerischen Fernsehen. "Wir haben mit dem Trainer gemeinsam die Situation analysiert. Wir haben ihm unsere volle Unterstützung zugesichert und werden gemeinsam in aller Ruhe versuchen, die Probleme zu lösen", unterstrich der Bayern-Manager.

Dass jedoch einer der beiden bald beim FC Bayern München rausfliegt, wird mit jedem Tag wahrscheinlicher.

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