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Franck Ribéry beim FC Bayern München: Ein As der Extraklasse

02.07.2009 FC Bayern München: Franck Ribery bekräftigt seinen Wechselwillen

Star-Franzose hat die Faxen dicke

Im verrücktesten Transferpoker dieses Sommers hat sich nun Mittelfeldstar Franch Ribery frontal gegen die Vereinsführung des FC Bayern München gestellt. Wegen einer angeblichen "Blase an der Ferse" brach er das Training nur einen Tag nach Beginn ab, und muckte gegenüber der französischen Sportzeitung 'L'Equipe' auf. Sein erklärtes Ziel: Doch noch die ersehnte Transfererlaubnis zu Real Madrid zu bekommen.

Bislang hatte er sich noch recht zurückhaltend verhalten, doch nun trumpft er auf: Mittelfeld-Genie Franck Ribery hat die Faxen dicke und ist es leid, von den Bayern-Oberen nur als Dominostein in deren 'Monopoly'-Spiel um die Fußball-Macht betrachtet zu werden. Über seinen Kopf hinweg hatte die höchste operative Instanz an der Säbener Straße, Uli Hoeneß, seine Verpflichtung vor zwei Jahre als "Kauf der Schlossallee" bezeichnet.

Im Gespräch mit 'L'Equipe' sendet Ribery nun dezidierte Signale, und will den Wechsel nach Spanien forcieren: "Es ist entschieden, ich will gehen. Es wird Real oder nichts." Die Zeit sei reif für ein Vier-Augen-Gespräch: "Ich würde gerne schnell ein Gespräch mit den Bayern-Verantwortlichen führen."

In Sachen Macho-Sprüchen gegenüber seinem Spieler hatte sich auch Karlheinz Rummenigge am vergangenen Freitag im Gespräch mit dem Münchner Boulevardblatt 'tz' hervorgetan: "Wir gehen ganz entspannt mit der Geschichte um. Ich interpretiere die Aussage von Franck so: Entweder Real oder nichts. Und da ist unsere klare Antwort: nichts."

Den eigentlichen Paukenschlag brachte allerdings am gestrigen Mittwoch Hoeneß, als er bei der Vorstellung des neuen FC-Bayern-Trainers Louis van Gaal vor versammelter Presse prahlte: "Die rechte Hand von Perez hat das eine oder andere Mal angerufen. Da habe ich ihn gefragt, ob er das Spiel Monopoly kennt und ihm erklärt, dass es ein deutsches Spiel ist, das Kinder und Erwachsene gerne spielen. Ich habe ihm gesagt, dass der FC Bayern vor zwei Jahren die Schlossallee gekauft hat. Und vier Hotels drauf gebaut hat. Diese Schlossallee gibt man nur her, wenn man in Not oder pleite ist."

Resümierend fasste die Bayern-Ikone die Verhandlungen der vergangenen Wochen wie folgt zusammen: "Wir haben alle Fragen, nach München zu kommen, abgelehnt. Sie wollten das Spiel Monopoly nach ihren Regeln spielen. Aber es gibt die Aussage, dass wir Ribéry in München halten wollen. Nur wenn jemand ganz verrückte Dinge machen würde, würden wir überlegen. Kommt einer auf die Schlossallee, wird es teuer!"

In den Wochen davor hatten sich die Gerüchte überschlagen, im Schnitt war in der Sportpresse von einem Transferangebot seitens Real Madrid für Franck Ribery in Höhe von 55 Millionen Euro ausgegangen worden. Von Geldnot kann beim FC Bayern München gegenwärtig allerdings keine Rede sein: Gerade letzte Woche hatte der Rekordmeister von der UEFA für seine Champions-League-Teilnahme in der vergangenen Woche stattliche 34,5 Millionen Euro überwiesen bekommen.

Reals Sportdirektor Jorge Valdano stellte indessen klar, dass die Rekordverpflichtung Cristiano Ronaldos für spektakuläre 95 Millionen Euro nicht bedeute, dass sein Verein künftig ohne Sinn und Verstand mit Geld nur so um sich werfe: "Die Verpflichtung von Kaka und Cristiano Ronaldo hat bei manchen Leuten einen falschen Eindruck aufkommen lassen. Es hatte fast den Anschein, als würde das Geld bereits fließen, wenn Real bei einem Verein nur anklopft." Wenn dies allerdings nicht passiert, bleibt Franch Ribery so gut wie sicher beim FC Bayern - da mag er sich drehen und wenden, wie er will.

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