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17.06.2009 FC Bayern München: Beckenbauer verkündet Ribery-Freigabe

Wenn die Ablöse stimmt

Nun also doch: Nachdem Karl-Heinz Rummenigge einen Wechsel von Franck Ribery kürzlich noch ausgeschlossen hatte, stehen die Weichen beim Franzosen nun doch auf Abschied: Der Aufsichtsrat des FC Bayern München hat grünes Licht für einen Transfer gegeben. Wenn die Ablöse stimmt. Real Madrid soll 55 Millionen Euro bieten - plus Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart.

"Wenn er unbedingt gehen will, werden wir uns mit dem Thema beschäftigen", zitiert die 'Sport Bild' am heutigen Mittwoch den Aufsichtsratsvorsitzenden des FC Bayern, Franz Beckenbauer. Im Aufsichtsrat sei der Fall Ribery bereits bei der letzten Sitzung besprochen worden, alle Mitglieder des Gremiums seien sich einig. Stimmen müssen allerdings die Rahmenbedingungen.

Manager Uli Hoeneß erklärte, ein Club müssen schon "etwas Verrücktes tun", um Ribery verpflichten zu können. Im Klartext: Eine hohe Ablösesumme zahlen. Die Höhe hatte Hoeneß bereits nach unten hin eingegrenzt: Bei 50 Millionen Euro hebe er den Telefonhörer nicht ab, so der Hoeneß in der vergangenen Woche. Nach Angaben der Madrider Sportzeitung 'As' soll Real Madrid nun 55 Millionen Euro bieten - plus zwei Spieler.

Die beiden Holländer Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart sollen an die Säbener Straße wechseln, wenn Ribery seine Koffer in München packt. Zusätzlich wollen die Spanier 55 Millionen Euro zahlen. Ein Gesamtpaket, das die Mächtigen beim FC Bayern ins Grübeln bringen wird. Auf Sneijder hatte man sowieso schon ein Auge geworfen, insbesondere für den Fall eines Ribery-Wechsels. Und van der Vaart hat in der Bundesliga bereits beim Hamburger SV hervorragende Leistungen gezeigt, ehe er nach Madrid gewechselt ist.

Die Bayern sollen sich übrigens bereits im Mai darauf verständigt haben, Ribery bei einem passenden Angebot ziehen zu lassen. Viele der Bekundungen, den Franzosen auf keinen Fall ziehen lassen zu wollen, scheinen daher doch eher Teil eines Pokerspiels, denn wirkliche Überzeugung gewesen zu sein. Auffällig: Immer wieder kamen Anzeichen, dass man Ribery eben doch verkaufen würde.

Das war das Signal, wenn Uli Hoeneß beispielsweise von den verrückten Dingen oder den 50 Millionen Euro, bei denen er nicht ans Telefon gehen würde. "Verrückt" hat Hoeneß ebenso wenig definiert, wie er die Summe, bei der Gesprächsbereitschaft bestünde, näher erläutert hat. Die grundsätzliche Bereitschaft, den Spieler zu verkaufen, scheint an der Säbener Straße gegeben zu sein. Vielleicht auch aus rationalen Überlegungen: In zwei Jahren läuft Riberys Vertrag aus, schon im nächsten Jahr würde die gebotene Ablöse wohl deutlich niedriger liegen als jetzt. Und Spieler, die eigentlich gerne wechseln würden, haben schon in der Vergangenheit oftmals nicht mehr die gleichen Leistungen wie zuvor gezeigt.

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