Franz Beckenbauer, Präsident des FC Bayern München, hat Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn öffentlich das Recht zugebilligt, sich zu Michael Rensing zu äußern. Das hatte Bayern-Vorstand Rummenigge kürzlich noch ganz anders gesehen.
Mal wieder Vermittlungsbedarf: Fußball-'Kaiser' Franz Beckenbauer (63) hat im Streit zwischen dem Vorstandschef des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge (53), und dem ehemaligen Bayern-Keeper Oliver Kahn (40) eine Lanze zugunsten des ehemaligen Tor-Titanen gebrochen.
Im Gespräch mit dem 'Deutschen Sport Fernsehen' (DSF) gab Beckenbauer zu Bedenken: "Oliver Kahn ist befreundet mit Michael Rensing und hat ihn quasi an der Brust großgezogen." Deshalb dürfe er dessen Werdegang auch durchaus konstruktiv kommentieren: "Da steht es ihm zu was zu sagen."
Ganz verderben wollte es sich die ehemalige Kicker-Legende allerdings auch nicht mit seinem Kollegen im Vereinsmanagement: "Auf der anderen Seite kann ich auch Karl-Heinz Rummenigge verstehen, der sich jeden Tag mit dem Mist auseinandersetzen muss und wenn er mal schlechte Laune hat,kommt es eben zu solchen Äußerungen."
Oliver Kahn hatte vergangene Woche seinem Nachfolger Michael Rensing prophezeit, dass es für wir ihn wohl kaum noch eine gloriose Karriere an der Säbener Straße geben würde. Daraufhin hatte der Vereinsvorstandschef im Gespräch mit dem 'Kicker' zurückgeschossen: "Alle diese Kritiker interessieren mich nicht. Sie sollen zusehen, dass sie einen Job kriegen, in dem sie etwas zu sagen haben und sich nicht als bezahlte Chefkritiker des FC Bayern hervortun."
Gegenüber der 'Bild'-Zeitung machte Kahn schließlich deutlich, dass er den Affront nicht auf sich sitzen lassen wolle, und erklärte: "Erstens ist es mir neu, dass ich von irgendeinem Printmedium für irgendetwas bezahlt werde. Zweitens habe ich mit Michael Rensing zusammengespielt, verfolge seinen Weg auch weiterhin ganz genau und frage mich, woher seine Entwicklung kommt."
Und übrigens sei er auf ungebetene Tipps in puncto Arbeitsplatzsuche nicht angewiesen: "Drittens habe ich momentan sehr viele Jobs, die mir sehr viel Spaß machen." (mso)