Linkbox
Artikel zum Thema
Highlights zum Thema
Pressestimmen zum Thema
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in Breaking Dawn
Highlights der Woche (KW 43)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteHighlight des Tages
FC Bayern München von VfL Wolfsburg gedemütigt - Klinsmann wird unbequem

22.06.2009 FC Bayern München: Aus für Borowski - Trubel um Klinsmann

Es rappelt im Karton

Während der FC Bayern München für die neue Saison einerseits mit den Verpflichtungen von Mario Gomez und Co. massiv aufrüstet, sollen andere Spieler den Verein verlassen. Einer der bekanntesten Namen, die in diesem Zusammenhang genannt werden, ist Tim Borowski. Unterdessen fühlt sich ex-Trainer Jürgen Klinsmann durch die Umbaumaßnahmen am Kader bestätigt.

Sieben Neuzugänge stehen beim FC Bayern bislang nur drei Abgänge gegenüber. Das soll sich nun ändern. Unter denjenigen, die den Verein verlassen sollen, befindet sich auch Nationalspieler Tim Borowski, der in seiner ersten Saison beim Rekordmeister nur selten zum Zuge kam. Deshalb gilt es als sehr wahrscheinlich, dass der ehemalige Bremer München nach nur einem Jahr wieder verlassen wird.

"Am Mittwoch wurde ich vom FC Bayern in Person von Karl-Heinz Rummenigge informiert, dass der Verein nicht mehr mit Tim plant", so Borowskis Berater Jörg Neubauer gegenüber der 'tz'. Der Spieler zeigte sich auf Grund dieser Entwicklung enttäuscht: "Ich möchte am liebsten gar nichts dazu sagen, aber wenn der Verein so klar und deutlich formuliert, dass ich gehen darf, heißt das, dass sie mich nicht mehr brauchen." In der abgelaufenen Spielzeit erzielte Borwoski in 26 Bundesligaspielen fünf Tore.

26 Spiele klingen nicht danach, als habe sich Borowski nicht durchsetzen können. Sieht man allerdings genauer hin, dann kommt der 29-Jährige über den Status des Ersatzspielers nicht hinaus. In 20 Partien wurde der Mittelfeldspieler erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt, in 16 Spielen stand er weniger als eine halbe Stunde auf dem Platz. Ein weiteres Jahr, um sich unter dem neuen Trainer Louis van Gaal durchzusetzen, wird es offenbar nicht geben. Berater Neubauer zu den Zukunftsplänen seines Klienten: "Es gibt lose Anfragen, wir haben aber bisher nicht konkret mit anderen Klubs gesprochen." Der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV werden als mögliche neue Vereine Borowskis gehandelt.

Neubauer macht vor allem den ehemaligen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann für Borowskis Entwicklung verantwortlich. "Sie haben Klinsmann schalten und walten lassen. Ich glaube nicht, dass ein Spieler mehr Biss als Joker zeigen kann als Tim das gemacht hat." Borowski erzielte seine fünf Saisontore allesamt in der Vorrunde. Die Belohnung dafür sei gewesen, so Nebauer, "dass er in der Rückrunde nicht mehr eingesetzt wurde." Klinsmann selbst hat am Wochenende ebenfalls für Schlagzeilen gesorgt: Der ehemalige Trainer wehrt sich gegen Vorwürfe und sieht sich im aktuellen Kurs der Bayern bestätigt.

Im Interview mit der 'Bild'-Zeitung bezeichnete Klinsmann die Transfers zur neuen Saison als bemerkenswert. "Sieben, vielleicht auch acht oder neun neue Spieler - das ist fast eine komplette Mannschaft und zeigt, dass man im Nachhinein meiner Analyse gefolgt ist." Klinsmann sagt, er habe die Probleme schon früh erkannt. Gehört worden ist er offensichtlich nicht: "Man wollte der Mannschaft trotz einiger Fragestellungen nach dem Doublegewinn die Möglichkeit geben, sich auch international zu beweisen, obwohl man im Uefa-Cup ja gescheitert war. Wir wussten, dass es ein Risiko wird mit einem neuen Torwart und ohne vierten Stürmer, von den Verletzungen ganz zu schweigen."

Der Schwabe wehrt sich gegen die Vorwürfe, in erster Linie für den Misserfolg der Mannschaft verantwortlich zu sein. Die Bayern sind in der letzten Saison Vizemeister geworden und standen im Viertelfinale der Champions League. Dort aber wurden sie vom FC Barcelona vorgeführt, in der Bundesliga drohte bis zum letzten Spieltag der vierte Platz und damit der Uefa Cup. Die jüngsten Transfers des FC Bayern zeigen laut Klinsmann "überdeutlich, dass offensichtlich nicht der Trainer alleine schuld war an den Niederlagen der vergangenen Saison - wie es so oft dargestellt wurde. Da bekam man fast den Eindruck, ein Trainerwechsel würde reichen, um ins Champions League-Finale zu kommen."

Über seine eigene Zukunft konnte Klinsmann bislang keine Angaben machen. Er wolle zur kommenden Saison keine Mannschaft übernehmen. Ob es allerdings überhaupt Anfragen gegeben hat bleibt ungewiss. Klinsmann erklärt, er wolle sich eine Auszeit nehmen und die Zeit nutzen, um sich weiterzubilden. Um das Finanzielle muss er sich dabei keine Sorgen machen: Sein Vertrag beim FC Bayern läuft weiter, Klinsmann verdient sein Geld auch, wenn er nicht arbeitet. An dieser Situation solle sich auch nichts ändern, es bestehe "absolut kein Handlungsbedarf."

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (0)