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18.05.2010 FC Bayern München: Arjen Robben warnt Inter Mailand vor Hamit Altintop

'Macht euch keine Illusionen'

Flügelflitzer Arjen Robben vom FC Bayern München hat im Vorfeld des Champions-League-Showdowns in Madrid Finalgegner Inter Mailand davor gewarnt, Hamit Altintop als Ersatz für Franck Ribery zu unterschätzen.

Klare Worte: Star-Knipser Arjen Robben (26) sieht den FC Bayern München vor dem Champions-League-Finale gegen Inter Mailand am Samstag gut aufgestellt.

Im Fußball-Duell der Superlative zwischen dem italienischen und dem deutschen Meister, die beide auch noch frisch gekürte Pokalsieger sind, geht es nicht nur darum, wer den begehrtesten Club-Titel der Welt nach Hause bringt - sondern auch um die Chance, ein historisches Triple zu landen. Mit Louis Van Gaal und José Mourinho stehen sich darüber hinaus zwei Trainer gegenüber, die einander kennen und schätzen, lernte der zweite doch in Barcelona sein Handwerk bei dem erfahrenen und durch die Bank erfolgreichen Niederländer.

Arjen Robben übermittelte derweil über die italienische Tageszeitung 'Gazzetta dello Sport' eine Botschaft an die Inter-Fans - und zwar, sie sollten sich wegen der Rotsperre von Ballartist Franck Ribery im Team des FC Bayern München keine allzu großen Hoffnunen machen. Im Wortlaut hieß es da: "Ihr dürft Altintop nicht unterschätzen: Ribery wird uns fehlen, aber Hamit ist eine erstklassige Alternative."

In Bezug auf seinen holländischen Nationalmannschaftskollegen und Finale-Rivalen Wesley Sneijder, mit dem er in der verganenen Saison noch bei Real Madrid gemeinsam im Team war, äußerte der Ausnahmekicker: "Wesley ist ein lieber Freund, wir sprechen einander oft am Telefon und sind beide sehr glücklich darüber, uns in einem so prestigeträchtigen Turnier gegenseitig herausfordern zu dürfen. Das Kapitel Real Madrid ist abgeschlossen, so lief die Sache nun einmal, es ist sinnlos, jetzt eine Revanche zu wollen. Wir sind einfach nur stolz."

Bezüglich des Finalgegners des FC Bayern München findet Arjen Robben anerkennende Worte: "Vor allen Dingen beeindruckt mich die Solidität unserer Gegner. Ihre Verteidigung ist sehr stark. Und außerdem handelt es sich um eine Mannschaft, die aus Kämpfern besteht." Seine Zeit unter Inter-Coach Josè Mourinho beim FC Chelsea resümiert er indessen so: "Er ist ein wirklicher Anführer, wenn er spricht schweigen alle. Er bereitet die Spiele äußerst detailliert vor. Wenn die Spieler das Feld betreten weiß jeder einzelne von ihnen genau, was er zu tun hat."

Ansonsten pflichtet der ballstarke Niederländer seinem Trainer Louis Van Gaal zu, dass es im Fußball auch darum gehe, eine gute Show abzuliefern - ein Kredo, das Mourinho hingegen nicht hegt: "Auch mir gefällt die Vorstellung, auch deswegen anzutreten, damit die Fans ihren Spaß haben. Diese Bayern siegen und wissen, dass ihr Fußball ansehnlich ist." Über seine berufliche Zukunft gab Arjen Robben hingegen etwas weniger bereitwillig Auskunft: "Das ist eine schwierige Frage. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass ich auch die nächste Saison beim FC Bayern München spielen werde."

Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' hatte der Holländer kürzlich bereits die Betreuung an der Säbener Straße in höchsten Tönen gelobt: "Man hört oft, dass Bayern ein familiärer Verein sein soll, aber wenn man hier ist, sieht man: Es stimmt wirklich. Sie haben sich hier um alles gekümmert, um meine Familie, mein Haus, um alles." Dahinter stecke auch nicht die Angst, Spitzenspieler zu verlieren: "Der Verein will, dass sich die Spieler nur noch auf ihre Arbeit auf dem Platz konzentrieren müssen, daher nimmt er uns vieles ab."

Im Vergleich zu Real Madrid und FC Chelsea sei der FC Bayern München einzigartig, resümiert Arjen Robben aus direkter persönlicher Erfahrung: "Der Vorstand kommt jede Woche bei uns Spielern vorbei, das kannte ich so nicht." Scherzhaft fügte der Top-Sprinter auch hinzu, was er tun werde, falls es wirklich mit dem Sieg in Madrid klappt: "Ich habe meiner Mutter versprochen: Dann höre ich auf. Sie freut sich."

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