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Ex-Nacktmodel Mara Carfagna erklärt Straßen-Prostitution den Krieg

15.09.2008 Ex-Nacktmodel Mara Carfagna erklärt Prostitution den Krieg

Freiern drohen 15 Jahre Knast

Das ehemalige Nackt-Model Mara Carfagna, in der Regierung von Italiens Medienzar Silvio Berlusconi als Ministerin für Gleichberechtigung tätig, hat mit einem Vorschlag international für Furore gesorgt: Laut Gesetzesentwurf will die 32-Jährige die Straßenprostitution in Italien künftig mit 15 Jahren Gefängnis für Prostituierte und Freier ahnden. Auf das Thema sprang sofort die internationale Presse auf.

ns Visier der für ihre Nacktaufnahmen bekannten Carfagna ist nunmehr der Straßenstrich geraten. Das ehemalige Model, das sich seither auch einen Einser-Abschluss in Jura erarbeitete, sieht sich offenbar dazu berufen, in Italien das langjährige Problem der Straßenprostitution zu lösen. Mit drakonischen Strafen soll jeder belegt werden, der "in der Öffentlichkeit" sexuelle Dineste anbietet oder in Anspruch nimmt.

Von der Gesetzesoffensive nicht betroffen ist jedoch die Prostitution in Privathäusern. "Es ist nicht unsere Absicht, diesen Bereich mit Normen versehen zu wollen, weil wir so as Phänomen reglementieren und ihm Legitimität verleihen würden."

Gründe für ihre Initiative nannte die brünette Schönheit, die sich nach den erotischen Aufnahme in den 90ern als Unschuld vom Lande präsentiert, auch: "Ich denke, dass der von uns am Freitag verabschiedete Gesetzesentwurf der geeignetste ist, unsere Ziele zu erreichen. Wir wollen ein Phänomen zurückdrängen, das nicht nur die innere Sicherheit, die öffentliche Sicherheit und das städtische Erscheinungsbild beeinträchtigt, sondern auch eine bevorzugte Brutstätte für neue Formen von Sklaverhalterei darstellt. Wir vertrauen darauf, dass dieses Gesetz dem Sex-Markt unter offenem Himmel Einhalt gebietet, und es organisierte Kriminellen daran hindert, Sex-Sklavinnen nach Italien zu verfrachten."

In der angelsächsischen Presse hat das Tema seither große Resonanz erfahren. Dabei sind die Einschätzungen durchaus unterschiedlich: Wähernd die 'Times' die Kritik an Carfagna in den Vordergrund rückt, lobt das Boulevard-Blatt 'Daily Mail' die Initaitive der Ministerin mit den ästhetischen Reizen in höchsten Tönen: "Ihre Ernennung hatte aufgrund ihrer Vergangenheit als TV-Sternchen für Hohn und Spott gesorgt. Die 32-jährige Volljuristin hat sich nun jedoch viel Lob dafür verdient, dass sie Frauen vor sexueller Gewalt und Aggression schützen will."

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