DSDS-Finalist Menowin Fröhlich will sich die massiven Verleumdungen der vergangenen Wochen nicht mehr gefallen lassen, und hat juristische Schritte angekündigt, um sich gegen die grassierende Tendenz zum Rufmord an seiner Person zur Wehr zu setzen. Seine Fans treiben derweil eine weitflächige Umsetzung des anvisierten 'Bild'-Boykotts voran.
Jetzt reicht's: Gesangstalent Menowin Fröhlich (22) ist nach der knappen Niederlage bei DSDS 2010 zur Offensive übergegangen und will sich die Stigmatisierung in der Öffentlichkeit nicht länger gefallen lassen.
Der Sänger hatte wochenlang jede Mottoshow der diesjährigen Staffel klar für sich entschieden, bevor eine mehrwöchige Negativ-Kampagne der 'Bild'-Zeitung ihre Früchte trug und viele Unentschlossene am vergangenen Samstag dazu brachte, gegen ihn zu stimmen - damit kein "Ex-Knacki", wie der Ingolstädter immer und immer wieder tituliert wurde - in Deutschland Superstar wird. Dennoch bleibt das Interesse an seiner Person und an seiner Musik ungebrochen. Beim Download-Portal 'Clipfish.de' führt Menowin mit seinem Finalauftritt von 'Don't Believe' klar mit 283.000 Sichtungen, im Gegensatz zu den 150.000 von Mehrzad Marashi.
Sogar die 'Bild'-Zeitung selbst, gegen die Menowin-Fans überall im Netz zum Boykott aufrufen, widmet Menowin Fröhlich nach wie vor mehr Platz als dem zum offiziellen Sieger gekürten Deutschiraner. Dennoch setzt das Boulevardblatt die tendenziell diskriminierende Berichterstattung fort, und spricht bei einem Interview, das es vom Live-Performer zugestanden bekam, von einem "Verhör". Anstatt den Publikumsliebling zu seiner Musik zu befragen, geht es in dem Pressegespräch dann auch ausschließlich um die Kokain-Vorwürfe, darum, ob er ein Lügner, und ob seine Familie gewalttätig sei.
Offen, ehrlich, und ohne sich zu Verstecken stellte sich Menowin Fröhlich den Fragen. Seine Antworten werden allerdings gleich wieder von 'Bild' in Frage gestellt - steht doch neben dem (kleingedruckten) Artikel (großgedruckt) die Frage "Menowin im Bild-Verhör: Nichts als die Wahrheit oder alles Lüge?" Im Verband mit den Kokain-Vorwürfen kündigte der Musiker nun allerdings an, angesichts der gegen ihn gerichteten, falschen und rufschädigenden Gerüchte nicht mehr tatenlos zuschauen zu wollen: "Ich will gegen solche Verleumdungen juristisch vorgehen. Das ist Rufmord, das lasse ich mir nicht mehr länger gefallen."
In der Tat war nur wenige Stunden vor dem Finale von DSDS 2010 bekannt geworden, dass die Polizei gegen Menowin Fröhlich infolge einer anonymen Anzeige wegen Kokain-Besitz und Handel ermittle. Obwohl das Ganze noch in der Anfangsphase steckte, und das Timing äußerst suspekt war, wurde das Vorliegen einer Anzeige zu einem kritischen Zeitpunkt für die DSDS-Entscheidung publik gemacht.
Die 'Bild'-Zeitung griff dies dankbar auf und stellte die gesamte Sendung in das Zeichen von Menowins Vorgeschichte, um von seinen mitreißenden Auftritten abzulenken. Auch war sich das Blatt dafür nicht zu schade, selbst Partei zu ergreifen, und massiv zum Votum gegen den eigentlichen Favoriten aufzurufen.
Weil dieses Spiel jedoch höchst transparent war, kocht mittlerweile bei den Fans von Menowin Fröhlich die Stimmung über. Alleine auf 'Europolitan.de' taten Hunderte Nutzer in der Nacht zum heutigen Dienstag ihren Willen kund, die Zeitung aus dem Axel Springer Verlag boykottieren zu wollen. 'Unbelievable' schrieb: "Jeder in diesem Land weiß, dass Mehrzad nicht aufgrund musikalischer Leistungen, sondern infolge der systematischen und unerbittlichen Demontierung des eigentlichen Gewinners den Titel übertragen bekam."
'georgetown' fügte hinzu: "Bild schaltete sogar eine Google Adword Kampagne gegen MF. Der hat doch überhaupt keine Chance gehabt." Simone bekräftigte: "Ich habe regelmäßig die Bild gekauft...ha, nun nicht mehr. Mann o Mann wird die Bild dafür ein Haufen Geld verlieren! Ich kauf keine Bild mehr!" 'Steffi' kommentierte: "Bin mal gespannt, wie lange diese bebilderte Zeitung das mitmachen kann."
Cathy brachte die allgemeine Stimmung wie folgt auf den Punkt: "Bild-Boykott - Als letzte Schlagzeile vor dem Finale hätte nur noch ein Mord gefehlt. Immer wird auf die Jugend geschimpft. Nun kommt einer, der sich aus seinem Dreck befreien möchte, und bekommt jeden Tag neue Knüppel zwischen die Beine. Ganz schmutziges Geschäft. Einfach nur ekelhaft." 'little' appellierte: "Boykottiert die Bild. Leute boykottiert die Bild, kauft sie nicht mehr, geht nicht auf die Seite, bestellt sie ab. Dieses Boulevardblatt ist das absolut Letzte. Menowin ist der wahre Superstar."
Michael Morris, Betreiber der 'Größten Menowin Fröhlich Fanseite' auf Facebook, sprach sich gegenüber 'Europolitan.de' indessen generell für ein Boykott von Boulevardzeitungen aus: "Fans können folgendes tun: Kauft KEINE Boulevardzeitungen mehr! Nicht nur heute, sondern für immer. Je mehr Ihr Euer hart verdientes Geld diesen Zeitungen schenkt, desto mehr unterstützt Ihr finanziell solche Hetz-und Rufmordkampagnen. Fangt bei Euch selber an, andere werden Eurem Beispiel folgen. Wir können die Welt nur verändern, wenn wir anfangen, Dinge zuerst bei uns selbst zu ändern."
Die 'Größte Menowin Fröhlich Fansite Deutschlands' gibt's hier:
http://www.facebook.com/pages/Menowin-Frohlich/321011405118
Foto-Copyright: (c) RTL / Stefan Gregorowius
Pflichthinweis: Alle Infos zu "Deutschland sucht den Superstar" im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html
Gisi (09.06.2010 16:33)es geht um seinen namen
Endlich passiert das, was ich mir schon lange wünsche, das sich Menowin wehrt. lange genug sind kübel voller sch.... über ihn ausgeschüttet worden. Und diese ewigen naziverherrlicher , ich kann nur sagen: pfui teufel. Hat man in dtschl. nichts, gar nichts dazu gelernt? Und diese Picture - Zeitung (danke wolli, ein tolles Wort) sollte man einstampen. Verbieten!! Von polit. seite aus !!!!!!