Sensation im Transfergerangel um Superstar Cristiano Ronaldo - der britische Premier League Club Manchester United hat am heutigen Donnerstag bekanntgegeben, eine Rekordsumme von 80 Millionen Pfund (94 Millionen Euro) vom spanischen Topverein Real Madrid angeboten bekommen zu haben. Dem Führen von direkten Gesprächen mit dem amtierenden Weltfußballer habe man stattgegeben, hieß es. Bis zum 30. Juni soll der Transfer nun abgeschlossen sein.
Im Wortlaut liest sich die Erklärung auf 'Manutd.com' wie folgt: "Manchster United hat ein weltweit unübertroffenes, bedingungsloses Angebot in Höhe von 80 Millionen Pfund (94 Millionen Euro) von RealMadrid für Cristiano Ronaldo erhalten. Auf Bitte von Cristiano - der erneut seinen Wechselwunsch zum Ausdruck gebracht hat - und nach einem Gedankenaustausch mit den den Vertretern des Spielers hat sich ManU bereit erklärt, Real Madrid die Erlaubnis zu erteilen,mit dem Spieler zu reden. Es wird erwartet, dass die Angelegenheit bis zum 30. Juni in trockenen Tüchern ist. Der Club wird bis auf Weiteres keine Kommentare dazu abgeben."
Bereits im vergangenen Jahr hatte Ronaldo die seinen mit 760 Millionen verschuldeten Club Manchester United dazu gebracht, eine Verkaufsklausel in seinen Vertrag mit aufzunehmen. Real Madrid hat diese Klausel nun wirksam gemacht. Faktisch hätte entweder Cristiano Ronaldo oder Real Madrid eine Vertragsstrafe in Höhe von 30 Millionen berappen müssen, wenn es zu keinem Transfer gekommen wäre.
Faktisch stößt nun Ronaldo bei den ehemaligen 'Galacticos' unter dem neuen Präsidenten Florentino Perez zu Kaká, der die Trophäe als weltbester Fußballer im Vorjahr sein eigen nennen konnte, und der vom AC Mailand für 85 Millionen nach Spanien wechselt. Von den beiden wird erwartet, dass sie das wohl sturmstärkste Duo des Planeten bilden.
Eine Ende der spektakulären Transferwelle ist indessen nicht abzusehen. Ganze 360 Millionen Euro will Perez in die fußballerische Aufrüstung des Vereins stecken, de er nun bereits zum zweiten Mal als Präsident anführt. Unter seiner vormaligen Regentschaft war es zur Verpflichtung von so namensstarken Größen wie Zinedine Zidane, David Beckham und Luis Figo gekommen.
Indessen scheint der Druck auf den FC Bayern München aus der iberischen Hauptstadt in Sachen Franck Ribery etwas abgenommen zu haben. Am gestrigen Mittwoch hatte der Real-Altvordere zu Protokoll gegeben, dass er die Haltung der Bayern respektiere: "Ribery gehört dem FC Bayern, und die Bayern wollen ihn nicht verkaufen. Wir müssen die Haltung der Münchner akzeptieren." Möglicherweise handelt es sich dabei allerdings um ein rein verhandöungstaktisches Manöver: "Wenn die Bayern ihre Meinung ändern, sieht die Sache natürlich anders aus." Ganze 65 Millionen Euro sollen mit dem Franzosen zu erlösen sein.