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10.06.2009 Cristiano Ronaldo kostet 96 Millionen - FC Bayern München kämpft um Ribery

Transfergerüchte gewinnen an Fahrt

Der Kaka-Wechsel ist perfekt, Cristiano Ronaldo von Manchester United steht ganz oben auf dem Wunschzettel - Real Madrid rüstet auf. 300 Millionen Euro will der neue Präsident Florentino Perez in die Mannschaft investieren, um den spanischen Rekordmeister wieder ganz nach oben zu bringen. Von einer Verpflichtung des Franzosen Franck Ribery vom FC Bayern München scheint Perez allerdings vorerst abzusehen.

"Ribery gehört dem FC Bayern, und die Bayern wollen ihn nicht verkaufen. Wir müssen die Haltung der Münchner akzeptieren", stellte Perez am heutigen Mittwoch in einem Interview mit dem staatlichen Rundfunk RNE fest. Eine Absage an Franck Ribery ist dies allerdings nicht, wie Perez betont: "Wenn die Bayern ihre Meinung ändern, sieht die Sache natürlich anders aus."

Nach Angaben der spanischen Zeitschrift "Sport" wird Ribery aber ohnehin nicht zu Real wechseln - und auch nicht beim FC Bayern bleiben. Der 26-Jährige habe bereits einen Vorvertrag mit dem FC Barcelona unterschrieben, berichtet das Blatt. In Madrid war hingegen noch am Mittwoch zu hören, dass Zinedine Zidane auf dem Weg nach München sei. Das Ziel des ehemaligen Superstars: Seinen französischen Landsmann Ribery nach Madrid zu locken.

Sollte Ribery jedoch nach Barcelona wechseln, so wird er dies möglicherweise in Begleitung seines Teamkollegen Luca Toni tun. Auch an ihm sollen die Katalanen interessiert sein, wie der Stürmer gegenüber der italienischen 'Gazetta dello Sport' erklärt hat. Und der Weltmeister von 2006 scheint durchaus interessiert zu sein: "Barca hat die stärkste Mannschaft der Welt, daher ehrt es mich, dass sie mich gerufen haben."

Er habe zwar noch einen Vertrag bis 2011, so Toni, "aber jetzt ist Mario Gomez aus Stuttgart gekommen. Er ist sehr gut, und vier Stürmer im Kader sind viele. Ich weiß daher nicht, ob ich bleibe und werde mit dem Verein reden müssen. Im nächsten Jahr ist die WM, da muss ich im Verein spielen, um dabei zu sein." Der Torschützenkönig der Bundesligasaison 2007/08 erklärte allerdings auch sein grundsätzliches Interesse, in die italienische Heimat zurückzukehren.

Einen weiteren spektakulären Wechsel plant hingegen Real Madrid. Die "Königlichen" sind noch immer an der Verpflichtung des Weltfußballer des Jahres, Cristiano Ronaldo interessiert. 96 Millionen Euro, inklusive Honorar für Ronaldos Berater - diese Summe soll Manchester United Medienberichten zufolge aufgerufen haben. Präsident Perez plant indessen die Neuauflage der "Galaktischen".

Luis Figo, Zinedine Zidane, David Beckham, Ronaldo - der brasilianische Stürmer, nicht der portugiesische Mittelfeldspieler - sie alle kamen am Anfang dieses Jahrzehnts für hohe Ablösesummen zu Real Madrid und waren ein Teil der Erstausgabe der Galaktischen, die beinahe alles gewann, was es im Fußball zu gewinnen gibt. Meisterschaft, Champions League, Weltpokal. Figo, Ronaldo und Zidane wurden zwischen 2001 und 2003 nacheinander zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Der Präsident damals: Ein milliardenschwerer Bauunternehmer aus Madrid. Mit ihm konnte sich Real die Ablösesummen für die Superstars aus aller Welt leisten. Dieser Mann sagt heute: "Es gehört zur Tradition von Real, dass die besten Fußballer der Welt für unseren Verein spielen." Sein Name: Florentino Perez. Nun will Perez wieder viel Geld in die Hand nehmen, um Real ganz nach vorne zu bringen. 300 Millionen Euro sollen es sein. Kaka und Ronaldo könnten also erst ein Anfang sein. Und ob die öffentliche Absage an Ribery mehr ist, als nur ein Teil eines Pokerspiels, muss auch noch abgewartet werden.

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