Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat am vergangenen Freitag ein Gesetz unetrzeichnet, das sogenannte Transfette ab 2010 verbietet. Restaurants im US-Bundesstaat dürfen dann keine Gerichte mehr anbieten, in denen diese Fette enthalten sind. Den Einzelhandel betrifft das Gesetz erst ein Jahr später. Ab 2011 dürfen in Geschäften keine unverpackten Produkte mit Transfetten mehr verkauft werden.
Transfette sind das Herz und den Kreislauf schädigende Fette, die vor allem in Fast Food, Keksen und bestimmten Brotaufstrichen zu finden sind. Der menschliche Körper kann die künstlich gehärteten Fette nicht verarbeiten, deshalb kann übermäßiger Konsum zu Infarkten oder Schlaganfällen führen.
Gouverneur Schwarzenegger verkündete nach dem Unterzeichnung des Gesetzes: „Kalifornien steht mit an der Spitze, wenn es um die Förderung von Gesundheit und guter Ernährung geht. Heute unternehmen wir einen großen Schritt in Richtung einer gesünderen Zukunft für Kalifornien." Verstöße gegen das neue Gesetz sollen zunächst mit 25 Dollar Bußgeld geahndet werden. Bei wiederholten Vergehen kann die Strafe schrittweise auf bis zu 1.000 Dollar steigen.
Kalifornien ist damit der erste US-Bundesstaat, der ein Gesetz gegen Transfette verabschiedet hat. Vorreiter in dieser Angelegenheit ist jedoch New York. Die Millionenmetropole an der Ostküste der USA verbannte Transfette bereits 2006 aus Restaurants und Imbissbuden. Noch ist nicht abzusehen, ob der „Sonnenstaat" mit dem Erlass eine Gesundheitslawine lostritt. In Deutschland jedenfalls sieht man die Thematik relativ entspannt.
„Es gibt in Deutschland keine Belastungen, die ein unmittelbares nationales Handeln erforderlich machen", erklärte die Sprecherin des Agrar- und Ernährungsministeriums, Sandra Pabst. Trotzdem behält das Ministerium die Datenlage und die Debatte zu Transfetten im Auge.