Das Verfahren schreitet voran: Der Deutsche Presserat wird am 14. September gleich verschiedene Berichte der Boulevardzeitung 'Bild' zu Soul-Talent Menowin Fröhlich (22) auf Herz und Nieren prüfen.
Der aus dem Fernsehen bekannte Live-Interpret hätte um ein Haar die diesjährige Staffel von 'Deutschland sucht den Superstar' (DSDS) gewonnen, wenn nicht in letzter Minute eine Aktion des Blattes massiv dazu aufgerufen hätte, an seiner statt Wahl-Hamburger Mehrzad Marashi per Televoting zu wählen, um "diesen Typen" als Vorbild für Jugendliche zu verhindern. Vorangegangen war eine massive Kampagne, die den Ingolstädter systematisch als unzuverlässigen "Ex-Knacki" darstellte, der immer wieder straffällig werde. Viele angebliche Vorwürfe stellten sich allerdings im nachhinein als konstruiert oder unbewiesen dar.
Wie Arno Weyand vom Deutschen Presserat nun am heutigen Mittwoch im Gespräch mit 'Europolitan.de' bestätigte, haben es von 25 eingereichten Beschwerden rund ein Dutzend in die Gremiumssitzung Mitte September geschafft. Im Zentrum der Beschwerden stehen dabei drei bis vier Berichte. Als heikel gelten in diesem Zusammenhang vor allem Artikel, in denen kurz vor dem Finale der Castingshow der Eindruck erweckt wurde, Menowin Fröhlich konsumiere Kokain.
In der Tat hatte eine geschickt platzierte Meldung in diesem Sinne bundesweit für Empörung gesorgt, und große Resonanz erfahren. Viele Unentschlossene griffen daraufhin zum Telefon, und stimmten entschieden für Mehrzad Marashi ab, obwohl sie die Sendung so gut wie gar nicht verfolgt hatten. Nach dem entscheidenden Auftritt verpufften die Drogenvorwürfe jedoch komplett, was darauf schließen läßt, dass es sich dabei um Behauptungen mit rufmörderischer Absicht geandelt haben könnte, mit dem durchschaubaren Ziel, einen ganz bestimmten DSDS-Sieger zu erzeugen.
Von der Hand zu weisen war eine solche Hypothese von Anfang an nicht, weswegen es die journalistische Sorgfaltspflicht und der Respekt vor den Persönlichkeitsrechten von Menowin Fröhlich wohl geboten hätte, dass 'Bild' der Sache näher nachgeht und detailliertere Recherchen anstrengt, bevor eine vernichtende Behauptung zum medienwirksamsten Zeitpunkt in die Welt gesetzt wurde. Das Ergebnis ist, dass die wichtigste Castingshow im deutschen Fernsehen, an der auch nennenswerte wirtschaftliche Interessen hängen, möglicherweise aufgrund von einer Falschmeldung entschieden wurde.
Ob der Presserat den Sachverhalt so werten wird, konnte und wollte Weyand selbstverständlich gegenüber 'Europolitan.de' nicht kommentieren. Vom Prozedere her wird es so sein, dass es bis Ende September dauern wird, bis die Beschwerdeführer über den Ausgang ihres Anliegens offiziell samt Begründung des Gremiums informiert werden. Vor dem 14. September hat auch noch die 'Bild'-Zeitung die Möglichkeit, gegenüber dem Presserat ihre Sicht der Dinge zu schildern.
In diesem hochbrisanten Fall, der die Öffentlichkeit stark beschäftigt, könnte es Weyand zufolge dazu kommen, dass das Gremium seine Beschlüsse in Sachen 'Menowin Fröhlich in der Bild' schon vor den offiziellen Schreiben an die Beschwereführer den Medien gegenüber bekanntgibt. 'Europolitan.de' wird seinerseits das Thema intensiv beleuchten, und zeitnah über das Urteil des Presserates berichten.
Die 'Größte Menowin Fröhlich Fanseite Deuschlands' auf Facebook gibt es hier:
http://www.facebook.com/pages/Menowin-Frohlich/321011405118
Neueste Europolitan-Beiträge zu Menowin Fröhlich gibt es auf unserer Facebook-Seite:
http://www.facebook.com/pages/Milano-Munich-Paris-Berlin/Europolitan/139499409146
Foto-Copyright: (c) RTL / Stefan Gregorowius
Pflichthinweis: Alle Infos zu "Deutschland sucht den Superstar" im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html
Emilia (16.11.2010 14:05)Drama
Das Drama neigt sich zum Ende....
Ist doch eigentlich gut. Es gibt ein Leben nach dem Knast. Menowins Stimme läuft nicht weg. Er wird sich menschlich weiterentwickeln. Das haben wir im Laufe des Lebens auch geschafft.