Am vergangenen Mittwochnachmittag ist ein 35-jähriger Mann auf seinem Hof im nordrhein-westfälischen Heek nahe Münster verstorben, nachdem er einen Schluck aus einer Energydrink-Dose trank.
Der Mann wollte zwei Arbeitern auf einem Hof in Heek, Kreis Borken, zur Hand gehen, so die Staatsanwaltschaft Münster und die Polizeikreisbehörden Münster und Borken in einer gemeinsamen Presseerklärung. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Opfer um den Sohn des Hofeigentümers. Nach einem Schluck aus einer Energy-Drink-Dose sagte er, das Getränk hätte einen eigenartigen Geschmack. Noch unklar ist, ob die Dose bereits geöffnet oder von dem Mann selbst geöffnet worden war. Kurz darauf litt er an Übelkeit und wollte einen Arzt aufsuchen.
Ein Arbeiter erklärte sich bereit, den 35-Jährigen ins Krankenhaus zu fahren. Die Fahrt sollen die beiden bereits angetreten haben, allerdings verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Mannes rapide, so dass ein Notarzt gerufen werden musste. Zwischenzeitlich leisteten sechs anwesende Personen erste Hilfe. Der Arzt fand den Mann regungslos vor und versuchte ihn vergeblich zu reanimieren. Der Mann verstarb in der Nähe seines Hofes. Rettungswägen brachten die sechs helfenden Leute vorsichtshalber ins Krankenhaus. Verletzungen konnten glücklicherweise keine festgestellt werden.
Die Ermittler konnten die Getränkedose sicherstellen. Darin befand sich, laut Pressemitteilung, eine Substanz, die nicht der Originalflüssigkeit entsprach. Der Geruch der Flüssigkeit sei außerdem anders gewesen als bei einem normalen Energydrink. Diese Aspekte deuten darauf hin, dass die Flüssigkeit in der Energydrink-Dose möglicherweise vergiftet war. Wahrscheinlich war eine Frendsubstanz mit toxischer Wirkung im Spiel.
Wolfgang Schweer, Oberstaatsanwalt in Münster, erläuterte am gestrigen Donnesrtag gegenüber AP: "Zur Klärung dieses Todesfalles müssen wir unter anderem die heutige Obduktion abwarten. Sie wird uns wahrscheinlich einige Informationen bringen. Sollte es sich um eine Vergiftung handeln, wird die toxikologische Untersuchung einige Zeit in Anspruch nehmen." Das Obduktionsergebnis soll mittlerweile vorliegen, allerdings wartet die Staatsanwaltschaft nun die toxikologische Untersuchung der Flüssigkeit ab, bevor sie etwas verlautbart.
Eine 13 Mann starke Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Herbert Mengelkamp hat die Ermittlungen aufgenommen. Mengelkamp erklärte: "Die Umstände für diesen Todesfall sind nicht klar erkennbar, wir ermitteln zurzeit in alle Richtungen."