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Franck Ribéry beim FC Bayern München: Ein As der Extraklasse

08.07.2009 FC Bayern München: Real Madrid gibt im Poker um Ribery auf

80 Millionen eindeutig zu teuer

Langsam kommen die Boccia-Kugeln beim Sommertheater um Bayern-Star Franck Ribery zum Stillstand. Und wie es scheint, scheinen sich die Madrilenen damit abzufinden, dass sie das Mittelfeldgenie in der kommenden Saison nicht im eigenen Kader haben werden. Die von Uli Hoeneß geforderten 80 Millionen Ablöse an den FC Bayern München seien einfach zu viel, heißt es.

Man will ihn haben, aber nicht um jeden Preis: Mit dieser Botschaft hat Reals Sportdirektor Jorge Valdano dem Preistreiben von der Säbener Straße Einhalt geboten. Am gestrigen Dienstag noch hatte Bayern-Boss Uli Hoeneß signalisiert, die Spanier hätten noch exakt neun Tage Zeit, um einen Scheck in Höhe von 80 Millionen Euro zu zücken. Ansonsten werde er allen Gepflogenheiten der Branche zum Trotz die diesjährige Transfersaison des FC Bayern München am 16. Juli für beendet erklären.

Auf das eher plumpe Manöver, vielleicht doch noch Kasse zu machen, will sich Valdano erst gar nicht einlassen. Im Gespräch mit dem örtlichen Radio 'Onda Madrid' gab der ehemalige argentinische Nationalspieler zu Protokoll: "Die Summe von 80 Millionen ist ziemlich abwegig und eine Art zu sagen, dass Ribery unverkäuflich ist." Daraus ziehe er seine Konsequenzen: "Es sieht so aus, als kommt Ribery dieses Jahr nicht bei den Bayern raus."

Dennoch blickt der Chefeinfäufer des spanischen Rekordmeisters, der dieses Jahr bereits 'Fußballer des Jahres' Cristiano Ronaldo für 94 Millionen und Technik-Wunder Kaká nach Madrid holte, voller Zuversicht in die Zukunft. Aussitzen könne man die Münchner Vereinsführung angesichts der offen erklärten Wechselbereitschaft Riberys allemal: "Er hat noch zwei Jahre Vertrag, aber das Leben ist lang. Madrid weiß, wie man wartet." Schließlich ist der Ballartist für einen souveränen Mittelfeldregisseur mit 26 Jahren noch ziemlich jung.

Nach den Machosprüchen der letzten Tage in Richtung des Franzosen gibt sich nun allerdings auch Bayern-Präsident Karl-Heinz Rummenigge gegenpber der 'Sport Bild' versöhnlicher: "Wir wollen Ribéry nicht nur nicht abgeben, sondern mit ihm verlängern." Sein gerade erst seit einer Woche amtierender, niederländischer Trainer Louis van Gaal pflichtet ihmbei: "Ich will immer vier kreative Spieler auf dem Feld haben." Wen er meint, sit klar: "Einer davon ist Ribéry, darum will ich, dass er bleibt."

Rummenigge hatte seinerseits beteuert, keine Sekunde am Verbleib seines Jokers gezweifelt zu haben: "Bisher hat ein Club mal ein Angebot gemacht. Und der heißt nicht Real Madrid. Wir pokern nicht. Wir wollen den Spieler behalten. Real hat uns mehrmals um Gespräche gebeten. Diese Tür haben wir nicht einmal einen Spalt aufgemacht." Zuvor hatte Uli Hoeneß Ribery verdinglicht und seine Verpflichtung selbstzufrieden gegenüber der Presse in Anlehnung an Monopoly als "Kauf der Schlossallee" bezeichnet.

Auf diesen eher despektierlichen Vergleich hatte der Franzose eher gereizt reagiert. An die eher geschmeidisch-diplomatischen Wortwendungen seiner Heimat gewohnt, fiel er am Folgetag gleich wegen eines "Blase an der Ferse" auch. Pikiert fügte er einen wütende Erklärung gegenüber der Sportzeitung 'L'Equipe' hinzu: "Es ist entschieden, ich will gehen. Es wird Real oder nichts. Ich würde gerne schnell ein Gespräch mit den Bayern-Verantwortlichen führen."

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