Gierig - oder geschäftstüchtig? Laut einem Bericht der englischen Tageszeitung 'Daily Mail' soll Cristiano Ronaldo bei Real Madrid rund 12 Millionen Euro im Jahr verdienen. 234.000 Euro pro Woche, mehr als 30.000 Euro am Tag. Aber dem Portugiesen ist diese Summe offenbar zu wenig. Der Superstar pokert um eine höhere Gewinnbeteiligung.
Trikotverkauf, Merchandising, Werbeeinnahmen - Real Madrid verspricht sich eine Menge von seinem Neuzugang Cristiano Ronaldo. Der Portugiese möchte allerdings an den Gewinnen aus diesen Geschäften stärker beteiligt werden als Real dies bislang geplant hat. 50 Prozent sind dem Weltfußballer des Jahres nicht genug. Die würden Ronaldo eine jährliche Gehaltssteigerung von geschätzten 25 Prozent einbringen, da der Verein mit steigenden Werbeeinnahmen rechnet.
Die 50 Prozent-Beteiligung würde Ronaldos Jahresgehalt bis zum Ende seines Vertrages auf rund 34 Millionen Euro ansteigen lassen. Doch der Superstar verhandelt weiter, möchte noch mehr rausschlagen. Real befürchtet allerdings, dass auch andere Spieler höhere Gewinnbeteiligungen fordern könnten. 50 Prozent sind bislang der Spitzensatz. Den hat beispielsweise auch der ebenfalls kürzlich verpflichtete Brasilianer Kaka in seinem Vertrag setehen.
Die Spanier erhoffen sich durch den Ronaldo-Transfer einen ähnlichen Werbeeffekt wie einst durch die Verpflichtung von David Beckham. Der Engländer, so schien es, wurde nur zum Teil wegen seiner fußballerischen Qualitäten verpflichtet. Seine Bekanntheit, seine Beliebtheit und sein glamouröses Leben haben sicherlich auch ihren Teil beigetragen. Mit Erfolg: Real konnte seine Werbeeinnahmen um 600 Prozent steigern.
Einen ähnlichen Effekt erhoffen sich die Verantwortlichen in Madrid nun auch von Cristiano Ronaldo. Und der Portugiese möchte kräftig mitverdienen. Dass ihm die Sache wirklich Ernst hat Ronaldo bereits bewiesen. Da er sich momentan in Los Angeles befindet hat Real ihm angeboten, einen Arzt für die übliche sportmedizinische Untersuchung einfliegen zu lassen. Ronaldo hat dies vorerst abgelehnt. Zunächst müssen die Formalitäten um die Gewinnbeteiligung geklärt sein.