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Georgien: Gefechte in Südossetien dauern an - Ton zwischen USA und Russland verschärft sich

06.05.2009 Georgien deckt Putsch-Versuch auf: Steckt Russland dahinter?

Verschwörungstheorien werden laut

Wie das georgische Innenministerium bekannt machte, soll es von Russland subventionierte Pläne gegeben haben, das geplante Nato-Manöver zu sabotieren. Einen Tag vor dessen Durchführung sind nun georgische Soldaten eines Panzerbataillons festgenommen worden, die es auf Meuterei abgezielt hatten.

Die inhaftierten Offiziere, denen vorgeworfen wird, einen Militärputsch geplant zu haben, ließen sich ohne Blutvergießen abführen. Wie die georgische Presse berichtete, ist der Präsident des Landes, Mihail Saakaschwili, selbst zum betroffenen Stützpunkt in der Nähe der Hauptstadt Tiflis gereist und hat vor Ort mitgeholfen, die Unruhen gewaltfrei zu beenden.

Zuvor hatten sich laut Verteidigungsminister David Sicharulidse mehrere hundert Männer geweigert, Befehle von Vorgesetzten anzunehmen, so dieser am Dienstag im Fernsehen. Unter ihnen befanden sich auch Zivilisten. Ausschlaggebend für die Meuterei der Truppe sei eine im Vorfeld gemachte Erklärung des Innenministeriums gewesen die besagte, dass ein russischer Putschversuch entdeckt worden sei.

Als Initiator der Aktion ist Russland genannt worden. Beim Nato-Manöver sollten 1300 Nato-Militärangehörige aus insgesamt 20 Ländern knapp vier Wochen lang den Kampf gegen den Terror proben. Diese Übung sollte im Rahmen der „Partnerschaft für den Frieden" ablaufen - der Riesen-Staat machte keinen Hehl daraus, dass er dem Ganzen kritisch gegenüber stand. Präsident Dmitrij Medwedew nannte es vermehrt eine „offene Provokation" und rief in der Öffentlichkeit zum Boykott auf.

Die jetzt laut werdenden Rufe, der Kreml habe die Aktion unterstützt, sind sofort von Moskau dementiert worden. „Russland ist nicht beteiligt an dem, was in dem Land vorgeht", verkündete Interfax am Dienstag und berief sich auf eine Quelle im russischen Außenministerium. Die Anschuldigungen seien „eine Provokation."

Saakaschwili seinerseits erklärte in einer Live-Sendung des nationalen Fernsehens, dass angepeilte Mindestziel des Vielvölkerstaats sei die Störung des Nato-Manövers gewesen, maximal wollten sie seiner Meinung nach „eine großangelegte Militärrebellion in Georgien organisieren", außerdem gab es Pläne den Staatmann zu ermorden. Weiter hieß es, es lägen dem Innenministerium Informationen vor die aussagen, dass „die Rebellen in direktem Kontakt mit den Russen standen, dass sie von ihnen Befehle erhalten haben, dass sie von ihnen Geld bekommen haben."

Diese Vorwürfe stießen bei den Beschuldigten auf Galgenhumor. So ist dem Präsidenten laut Interfax von einem Sprecher des Kreml ein „Arztbesuch" empfohlen worden. „Die krankhaften Vorstellungen und das verantwortungslose Handeln der georgischen Führung", seien durch die Worte des Landesoberhaupts bewiesen worden.

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