10.10.2008 Hat der FC Bayern München das Siegen endgültig verlernt?
Noch eine Niederlage
Am freien Wochenende gibt es beim FC Bayern München viel Aufzuarbeiten. Gegen Zweitligist FC Ingolstadt verlor der FC Bayern am gestrigen Donnerstag ein Testspiel mit 0:1. Vor allem die Offensive der Münchner zeigte dabei große Schwachstellen. Doch eine Entschuldigung hat Jürgen Klinsmann: Gegen den Verein von Ex-Bayern-Profi Thorsten Fink hat kein Münchner Nationalspieler mitgewirkt.
Dennoch verwundert einen der Ausgang der Partie gegen den Zweitligisten, zumindest ein wenig. Denn immerhin die Mittelfeldzentrale der Mannen von der Isar war stark besetzt. Neben Josè Ernesto Sosa spielte der Nationalspieler im Wartestand Tim Borowski und Andreas Ottl in der Zentrale. So hätten die Münchner wenigstens in der Offensive ein wenig Durchschlagskraft erzielen können. Doch vor allem in der ersten Halbzeit kam vom Rekordmeister eindeutig zu wenig.
Stattdessen trafen die Gastgeber. Steffen Wohlfahrt besorgte in der 39. Minute den Siegtreffer für Ingolstadt. Doch Klinsmann wäre nicht Klinsmann, wenn er nicht auch aus dieser Niederlage etwas positives gezogen hätte: "Das war ganz Okay mit dem Trainingsspielchen", erklärte der Trainer exklusiv auf Bild.de. Und schon richtet der Trainer auch schon den Blick nach vorne: "Jetzt müssen wir halt schauen, dass wir in den nächsten Wochen richtig nachlegen, damit sich die Turbulenzen wieder ein bisschen normalisieren."
Mit dieser Mannschaft werden die Münchner sicher nicht nachlegen - zu viele Stammkräfte haben dem FC Bayern München gefehlt. Trotz des Gegentores konnten sich damit zumindest mehrere Debütanten freuen: Neben Hans-Jörg Butt liefen gleich vier Spieler aus der Drittliga-Mannschaft auf. Das war für Andreas Ottl der Hauptgrund für die Niederlage: "So haben wir heute zum ersten Mal zusammengespielt und werden so wahrscheinlich auch nicht mehr zusammenspielen. Dass da nicht alles klappen kann, die Abläufe nicht stimmen, war uns eigentlich auch schon vorher klar." Doch warum Ottl am Ende dennoch unzufrieden war, ist nicht ganz klar: „Wir wollten uns den Frust von der Seele schießen, der sicher aufgestaut ist", gestand der 23-Jährige.
Dass dies nicht geglückt ist, lag allerdings nicht so sehr an der Stärke des Gegners. Denn auch die Mannschaft von Ingolstadt-Trainer war keineswegs eingespielt. Immerhin ließ Fink fünf Spieler aus der zweiten Garnitur ran, auch wenn der Star, Zecke Neuendorf, den Münchnern zeigte, dass er auch noch mit 34 Jahren noch Fußballspielen kann.
So konnte der FC Bayern München auch im vierten Spiel in Folge nicht gewinnen. Dies als schlechtes Omen für die kommenden Wochen zu werten, wäre wie den Bauer mit dem Gärtner zu verwechseln, obwohl der FC Bayern in den nächsten Wochen mit Sicherheit sein Sieger-Gen wieder finden muss. Sonst droht eine titellose Saison.