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Raila Odinga und Mwai legen Amtseid ab: Friedenshoffnung flackert auf

19.04.2008 Raila Odinga und Mwai Kibaki legen in Kenia Amtseid ab

Koalitionsregierung sorgt für Hoffnung

Kenias designierter Premier Raila Odinga hat am gestrigen Donnerstag in Nairobi seinen Amtseid abgelegt. Im Anschluss an einen monatelangen Streit zwischen Anhängern des umstrittenen Präsidenten Kibaki und der Oppositionspartei ODM wollen sich die einstigen Kontrahenten nun die Macht teilen. Die vereidigte Koalitionsregierung ist die letzte Befriedungshoffnung für ein zuletzt von Unruhen zerrüttetes Land.

Nicht nur der frühere Staatschef Daniel arap Moi, sondern auch Vertreter einiger Nachbarstaaten sowie der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan konnten die heutige Vereidigungszeremonie im Garten des kenianischen Präsidentenpalastes mitverfolgen, bei der Raila Odinga seinen Eid schwor. Ihm folgten Präsident Mwai Kibaki und 40 Mitglieder des neuen Kabinetts, das 93 Minister und Staatsekretäre umfassen wird.

Bereits im vergangenen Sonntag ernannte Präsident Kibaki den Anführer der bisherigen Oppositionspartei ODM offiziell zum Ministerpräsidenten, nachdem sich beide auf eine gemeinsame Einheitsregierung verständigt hatten. Die einstigen Rivalen versprachen, weitere Gewaltausschreitungen in Kenia verhindern und den Frieden sichern zu wollen.

Der monatelange gewaltsame Streit um die kenianische Präsidentschaft zwischen Anhängern des umstrittenen Wahlsiegers Mwai Kibaki und dessen Opposition hatte rund 1.500 Kenianern das Leben gekostet. Nun hofft das kenianische Volk darauf, dass die Machtteilung zwischen den einstigen Kontrahenten dem Land Frieden bringt.

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