Die öffentliche Meinung in Portugal zum Fall Madeleine McCann verschiebt sich offenbar zugunsten der Eltern des verschwundenen Mädchens. In einer aktuellen Studie halten nun nicht mehr ganz so viele Portugiesen die McCanns für schuld am Verschwinden ihrer Tochter wie zuvor.
Dennoch glauben immer noch 38,6 Prozent aller Befragten, dass Maddies Eltern etwas mit dem Verschwinden der Vierjährigen zu tun haben. 30,7 Prozent halten das Ehepaar McCann dagegen für vollkommen unschuldig. In einer früheren Studien verdächtigten noch fast 40 Prozent der Befragten die McCanns.
Die Eltern der kleinen Maddie sind noch immer offizielle Verdächtige der portugiesischen Ermittler. Nun hoffen die Briten, dass der Wandel der öffentlichen Meinung ein Ende der Anschuldigungen und Verdächtigungen bringen könnte.
McCann-Sprecher Clarence Mitchell sagte: "Es ist aufmunternd zu sehen, dass sich die öffentliche Meinung zugunsten von Kate und Gerry verändert. Die Leute haben Recht, wenn sie glauben, dass Kate und Gerry nichts mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun hatten und sie haben auch Recht damit, skeptisch auf einen Teil der Berichterstattung der letzten Monate zu reagieren."
Die Privatdetektive der spanischen Detektei Metodo 3, die die McCanns engagiert haben, verfolgen derzeit eine neue Spur: Ein britisches Pärchen hatte einen Mann auf einem Jet-Ski beobachtet, der ein Bündel an ein Boot übergab und dann verschwand. Die Übergabe ereignete sich in zeitlicher und räumlicher Nähe zum Verschwinden der kleinen Maddie. (europolitan.de berichtete). Sprecher Mitchell erklärte zu der angeblichen neuen Spur: „Die Detektei Metodo 3 untersucht die Sache derzeit. Der Zeitpunkt könnte möglicherweise ebenso bedeutsam sein, wie der Ort."