Linkbox
Artikel zum Thema
Highlights zum Thema
Pressestimmen zum Thema
01_aktion_300x300
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in 'Twilight Eclipse': Ewiger Treueschwur
Highlights der Woche (KW 20)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteHighlight des Tages
WERDER BREMEN JAGT FC BAYERN MÜNCHEN AUCH WEITERHIN

04.02.2008 WERDER JAGT FC BAYERN TROTZ PANNE WEITER

Endlich: Der Samstag hat seine Liga wieder

Endlich, das Leder rollt wieder. Der Samstagnachmittag ist wieder seiner Bestimmung zugeführt. Der richtige Zeitpunkt zu erklären, warum es vor allem obenrum eine spannende Rückserie geben wird: Dem FC Bayern fehlt die Spannung, Werder Bremen hat sie, und Bayer Leverkusen murmelt sich langsam Richtung Ligaspitze.

Der Rekordmeister steht zwar immer noch auf  Platz eins, aber die zuletzt in der Hinserie und auch jüngst gegen Hansa Rostock (2:1) gezeigte Leistung schwankt regelmäßig zwischen fetzigem Powerfußball und lethargischem Ballgeschiebe. Das Problem der Bayern: Es fehlt der Wille, ein Spiel 90 Minuten lang zu dominieren. Es fehlt die Spannung, jedes einzelne Spiel als Endspiel zu betrachten.

Lieber warten die Mitspieler auf einen genialen Moment von Franck Ribéry. Ein charakteristischer Bayern-Stil, eine spezifische Art Fußball zu spielen, hingegen ist weit und breit nicht zu sehen. Die Ursachen? Vielleicht ist die Liga zu schwach, und der FC Bayern kommt auch ohne die letzten Quäntchen Leidenschaft recht gut durch die Saison.

Vielleicht ist es der Trainer. Ottmar Hitzfeld ist bisher nicht als taktischer, als fußballerischer Visionär aufgetreten, eher als bedächtiger, mitunter phlegmatischer Stratege. Das Experiment Jürgen Klinsmann wird in dieser Hinsicht womöglich Aufklärungsarbeit leisten, ob es möglich ist, den FC Bayern in andere Fahrwasser umzuleiten. So dass es nicht nur einen Arsenal-Stil, einen Barça-Stil, sondern vielleicht irgendwann auch einen Bayern-Stil gibt.

Zukunftsmusik. Zurück zur Bundesliga: Werder Bremen hat sich als zweite Kraft im deutschen Fußball etabliert, trotz Verletzungsmisere und Heimniederlage gegen Bochum (1:2) liegt das Team von Trainer Thomas Schaaf mit drei Punkten Rückstand auf den FCB auf Rang zwei - und gilt als Bayernjäger Nummer eins.

Die Bremer spielen munteren Offensivfußball, entblößen bisweilen die Abwehr - und sorgen so regelmäßig für muntere Bundesliga-Partien. Die Werder-Elf ist ein Beispiel dafür, wie ein fußballerisches Konzept auf dem Rasen Wirklichkeit wird. Den Fußballfan freut's, vergessen sind die Zeiten von Otto Rehagel, der die Defensive gerne mit einem Libero stabilisierte.

Vielleicht kann neben den Bayern und Werder noch eine weitere Mannschaft ins Titelrennen eingreifen. Bayer Leverkusen, das Team der alten Männer (Barbarez, Schneider) und jungen Talente (Rolfes, Barnetta, Adler), hat gerade offensichtlich eine gesunde Mischung aus Selbstbewusstsein und Ehrgeiz gefunden.

Der Erfahrung nach wird Schalke 04 ebenfalls noch eine ganze Weile oben mitmischen, mindestens so lange bis die entscheidenden Partien anstehen. Danach wird es wieder Tränen geben. Womöglich kommt aber auch alles ganz anders. Mehr wissen wir nächsten Samstag, 15.30 Uhr. Schön, dass das Leder wieder rollt.  

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (0)