01_aktion_300x300
Linkbox
Artikel zum Thema
Highlights zum Thema
Pressestimmen zum Thema
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in 'Twilight Eclipse': Ewiger Treueschwur
Highlights der Woche (KW 20)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteDealsPlayersNEUER RUSSISCHER PRÄSIDENT

11.12.2007NEUER RUSSISCHER PRÄSIDENT

Wladimir Putin lanciert Gazprom-Oberaufseher Dmitrij Medwedew

Russland hat einen offiziellen Nachfolger für Kreml-Chef und Präsident Wladimir Putin: Es ist Dmitrij Anatoljewitsch Medwedew (42), bislang m Hintergrund agierender Vize-Premier der Russischen Föderation, Jurist und Aufsichtsrat des mächtigen Gazprom-Imperiums. Medwedews Nominierung verkündete Boris Gryslow, Vorsitzender der Putin-Partei "Einiges Russland", am gestrigen Montagabend in einem im Fernsehen zur Primetime ausgestrahlten Treffen mit Putin selbst.

Auf die offiziellen Bekanntgabe Medwedews als zukünftigem russischen Präsidentschaftskandidaten erwiderte er jetzige Kremlbewohner, andächtig nickend: "Ich bin mit Medwedew mehr als siebzehn Jahre eng bekannt, und unterstütze diese Kandidatur völlig". Medwedews Kandidatur "bietet eine Chance, eine dauerhafte Macht zu bilden, die den Kurs fortsetzt, der die Resultate der letzten acht Jahre gebracht hat", so Putin weiter. Zudem erwähnte der Präsident, dass neben ihm auch drei weitere Parteien der Duma hinter Medwedew als Kandidaten stünden.

Kennen gelernt haben sich beide beim Jurastudium in St. Petersburg, wo der Professorensohn Medwedew Anfang der 1990er Jahre als Dozent tätig war, bis er in der dortigen Stadtverwaltung die ersten Ämter übernahm. Später war er dann Berater für den außenpolitischen Ausschuss des Petersburger Magistrats. Mitte der 1990er Jahre entschied sich Medwedew, in die Holzindustrie zu gehen.

Zur weiteren engen Zusammenarbeit zwischen dem jetzigen Präsidenten und seinem baldigen Nachfolger kam es im Sommer 1999, nachdem Putin von Boris Jelzin zum amtierenden Ministerpräsidenten nominiert worden war. Er beförderte Medwedew nach Moskau und sicherte ihm diverse Ämter zu, wie das des Vize-Leiters der Kreml-Verwaltung, des verantwortlichen Leiters des Kreml-Apparats und des Chefs der Wahlkampagnen für "Einiges Russland". Zur Ausübung der wirtschaftlichen Kontrolle, ließ Putin ihn zudem Aufsichtsrat des russischen Gaslieferanten Gazprom werden. 

Mit Medwedew dürfte Putin die strategisch klügste Entscheidung zum Machterhalt in der Russischen Föderation getroffen haben. Gemäß der Verfassung darf ein Präsident nach zwei Amtszeiten in Folge nicht mehr als Kandidat bei den Wahlen antreten. Die nächsten Präsidentschaftswahlen in Russland finden im März 2008 statt. Bei den im November stattgefundenen Parlamentswahlen konnte Putin seiner Partei erneut eine starke Zweidrittelmehrheit zusichern. (nr)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (0)