Am gestrigen Montagmorgen ist Venedig vom schlimmsten Hochwasser seit 29 Jahren überflutet worden. Intensive Regenfälle und starker Wind waren dafür italienischen Medienberichten zufolge die Ursache, und bewirkten einen Pegel von 156 Zentimeter über dem Meeresspiegel.
Dabei ist beinahe die gesamte begehbare Oberfläche der Stadt überschwemmt worden. Venedigs Bürgermeister Massimo Cacciari erklärte: "Dies ist außergewöhnliches Hochwasser" und gab den Bürgern den Rat, am besten in ihren Häusern zu verbleiben.
Im Jahr 1979 hatte das letze exzeptionelle Hochwasser einen Stand von 166 Zentimetern erreicht. 1966 war der Pegel gar bei 194 Zentimetern gestanden.
Da der Wind noch drehte sind die schlimmsten Befürchtungen - ein Pegel von 160 Zentimetern - nicht eingetreten. Am gestrigen Morgen hatten die Behörden damit begonnen, die Menschen mit Sirenengeheul, über Lautsprecher und per SMS vor den aufsteigenden Wassermassen zu warnen.
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Erschwerend kam zur Überflutung noch hinzu, dass die berühmten Wasserbusse, die Vaporettos, bestreikt wurden. Zwischen 1993 und 2002 ist Venedig insgesamt 50 Mal überflutet worden. (lkl)