Im Rahmen des aktuellen EU-Gipfels in Lissabon hat sich der britische Premier Gordon Brown mit dem portugiesischen Regierungschef Josè Socrates getroffen, um über den immer noch ungeklärten ‚Fall Madeleine’ zu beraten. Damit hat das...
Im Rahmen des aktuellen EU-Gipfels in Lissabon hat sich der britische Premier Gordon Brown mit dem portugiesischen Regierungschef Josè Socrates getroffen, um über den immer noch ungeklärten ‚Fall Madeleine’ zu beraten. Damit hat das Verschwinden der kleinen Madeleine am 3. Mai diesen Jahres die höchste Regierungsebene erreicht.
Premier Brown erklärte gegenüber Reportern den Grund des Treffens: „Ich habe mit ihm bereits früher über diesen Fall geredet, um mich zu vergewissern, dass die Polizei die notwendigen Anstrengungen unternimmt, und dass die Zusammenarbeit zwischen britischer und portugiesischer Polizei reibungslos läuft.“
Brown hatte sich bereits vor Monaten persönlich in den Fall eingeschaltet. Bereits früh nach dem Verschwinden Madeleines meldete sich der britische Premier über Telefon bei den McCanns, um ihnen seine Unterstützung zuzusichern.
Erst nachdem die Eltern von der portugiesischen Polizei offiziell unter Verdacht gestellt worden waren, brach der direkte Kontakt zur Regierung ab. Infolge der englischen Zeitung `Times` waren sich die Minister in Folge der Untersuchungen gegen die McCanns einig, in diesem „sensiblen“ Fall sich nicht auf die Seite der Eltern zu stellen.
Dennoch sind die McCanns froh über das Engagement des Premierministers: „Wir sind froh darüber, dass die britische Regierung ihr Interesse an dem Fall `Madeleine` unter Beweis gestellt hat und diesen als wichtigen Punkt in bilateralen Gesprächen auf Ministerebene auch immer wieder aufgreift“, erklärte Clarence Mitchell, der Sprecher der McCanns. (cai)