Bei den italienischen Parlamentswahlen kristallisiert sich immer klarer ein Sieg von Medientycoon Silvio Berlusconi heraus. In den jüngsten Prognosen für den Senat liegt sein von der Partei 'Volk der Freiheit' angeführtes Bündnis mit 46,4 Prozent vor der Demokratischen Partei von Walter Veltroni mit 37,9 Prozent. Die Walbeteiligung ist im Vergleich zu 2006 leicht um 2,6 auf 81 Prozent gesunken. Eindeutiger Wahlsieger ist neben Berlusconi die regionalistisch eingestellte 'Liga Nord'.
Auf fast neun Prozentpunkte hat sich inzwischen der Vorsprung des Berlusconi-Lagers ausgeweitet. Neben einem klaren wenn auch dünnen Vorsprung auf nationaler Ebene für die Abgeordnetenkammer bahnt sich auch im gleichberechtigten Senat ein eindeutiger Sieg an. Jüngste Prognosen rechnen hier mit einem Vorsprung von 164 zu 139 Sitzen, was einer komfortablen Regierungsmehrheit entspricht.
Sollten sich diese Zahlen für den Senat erhärten, wonach im Moment alles aussieht, wird mit Spannung erwartet, ob die Prognosen für die Abgeordnetenkammer stimmen. Hier wird erst nach der Senatsauszählung mit der Auswertung begonnen. Der hauchdünne Vorsprung von Silvio Berlusconi ließ anfangs eine Überraschung in letzter Minute als sehr möglich erscheinen. Kurz sah es also auch in diesem Jahr nach einem Auszählungsmarathon bis spät in die Nacht hinein aus. Nun gibt es jedoch neueste Hochrechnungen, und diese bringen alle verbleibenden Träume der Veltroni-Partei zum Platzen: Mit 45,2 Prozent liegt das Berlusconi-Bündnis nun auch hier um satte sechs Längen vor der Reformkoalition von Walter Veltroni mit 39,1 Prozent vorne.
Neben den Parteien 'Volk der Freiheit', 'Liga Nord' und 'Demokratischer Partei' (PD) kann auch die mit der PD verbündete Liste 'Italien der Werte' des ehemaligen Untersuchungsrichter Antonio Di Pietro mit einem Achtungserfolg rechnen: Auf über fünf Prozent kommen seine Gefolgsleute. Wer hingegen auf der ganzen Linie zu verlieren scheint, sind die beiden stärksten Symbole der Vergangenheit: Die Altkommunisten in der 'Alternativen Linken' einerseits, und die Christdemokraten in der 'Zentrumsunion' andererseits.
Während sich die Christdemokraten mit ganzen drei Senatoren noch in die obere Kammer hineinretten, dort aber mitnichten entscheidend sind, und sie ihre Präsenz in der Abgeornetenkammer mit 5,4 Prozent nur knapp halten können, müssen die Altkommunisten um den Einzug in beide Kammern bangen: Die jüngsten Hochrechnungen sehen die 'Alternative Linke' mit nur 3,4 Prozent der Stimmen auch in der Abgeordnetenkammer - also unterhalb der kritischen Vier-Prozent-Hürde.
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g.goetze (14.04.2008 21:52)bravo italia!!
konsequent !
italien hat einen kriminellen zum präsidenten gewählt.!
va bene!