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'Schwarzbuch Scientology’: Hamburger Senator will Sekte verbieten

28.10.2009'SEELISCHE NOTLAGE AUSGENUTZT'

Scientology: Französisches Gericht verurteilt Sekte wegen Betruges

Ein französisches Gericht hat die Scientology-Sekte wegen "organisierten Bandenbetrugs" verurteilt. Damit gab die französische Justiz zwei ehemaligen Scientology-Mitgliedern Recht. Die Betroffenen hatten die Scientology-Sekte verklagt, weil sie der Organisation vorwerfen, ihre seelische Notlage ausgenutzt zu haben. Die Sekte habe sie dazu gedrängt, viel Geld unter anderem für Persönlichkeitstests und Vitaminkuren zu zahlen.

Ein französisches Gericht hat die Scientology-Sekte wegen "organisierten Bandenbetrugs" verurteilt. Damit gab die französische Justiz zwei ehemaligen Scientology-Mitgliedern Recht. Die Betroffenen hatten die Scientology-Sekte verklagt, weil sie der Organisation vorwerfen, ihre seelische Notlage ausgenutzt zu haben. Die Sekte habe sie dazu gedrängt, viel Geld unter anderem für Persönlichkeitstests und Vitaminkuren zu zahlen.

Nach neun Jahre andauernden Ermittlungen gegen die Scientology-Sekte kam es nun zum Urteil. Anwalt Olivier Morice, Vertreter der Privatkläger, bezeichnete die Verurteilung von Scientology wegen bandenmässigen Betrugs als "historische Entscheidung". Das Gericht verurteilte zwei tragende Einrichtungen Scientologys, das 'Eglise de Scientologie-Celebrity Center' und die Buchhandlung SEL, zu hohen Geldstrafen.

Das 'Eglise de Scientologie-Celebrity Center' muss 400.000 Euro Buße zahlen, die Buchhandlung 200.000 Euro. Darüber hinaus wurde Alain Rosenberg, Gründer und Leiter der Bewegung in Frankreich, mit einer Strafe in Höhe von 30.000 Euro belegt und hat fortan eine zweijährige Bewährungsstrafe wie ein Damoklesschwert über seinem Kopf hängen. Das Gericht attestierte Rosenberg "verbrecherische Methoden". Drei weitere Mitglieder erhielten bis zu 18 Monate auf Bewährung und Geldstrafen.

Damit blieb das Gericht allerdings weit hinter den Forderungen der Staatsanwaltschaft zurück, die für das "Celebrity Centre" und die Buchhandlung je zwei Millionen Euro Strafe und für Rosenberg 150.000 Euro sowie vier Jahre auf Bewährung verlangt hatte. Insbesondere dem Antrag der Staatsanwaltschaft nach Auflösung der Sekte kam das Gericht nicht nach - aus gesetzlichen Gründen.

Im Mai war die Vorschrift zum "Verbot einer betrügerischen Organisation" zusammen mit anderen für überflüssig erachteten Normen einer Reform zur Vereinfachung des Rechts zum Opfer gefallen. "Ein Versehen" sei das gewesen, wie Parlamentspräsident Bernard Accoyer mittlerweile zerknirscht einräumt. Scientology-Kritiker hatten damals darüber spekuliert, ob die Sekte das Parlament unterwandert habe.

Das Gericht hätte allerdings die Möglichkeit gehabt, Scientology für eine gewisse Zeit jegliche Aktivitäten zu untersagen. Es hatte dies erwogen, aber verworfen - aus Sorge, die Sekte werde dann "einfach außerhalb von Recht und Gesetz weitermachen", wo sie schwerer zu kontrollieren sei.

Der Imageschaden, den die Sekte durch das Urteil davon trägt, dürfte nicht unerheblich sein. Das Gericht beantragte nämlich, dass das Urteil in sieben französischen und internationalen Zeitungen, darunter auch in der 'International Herald Tribune' und im 'Time Magazine' veröffentlicht werden muss. Damit stellte das Gericht sicher, dass die dubiosen Praktiken der Bewegung und die Manipulierung ihrer Mitglieder weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt werden.

Die beiden Kläger waren im Laufe einer Lebenskrise in die Fänge der Sekte geraten. Nach einem schlechten Abschneiden bei einem Persönlichkeitstest, welches in einer seelischen Notlage nur verständlich ist, wurde ihnen eine immer teurer werdende Rettung aus der seelischen Not mit Hilfe von 'Reinigungskuren' mit Saunagängen und Vitaminkuren, heilsbringenden Büchern und Kursen versprochen. Auf diese Weise, so die Kläger, sei es der Organisation gelungen, sie zu Ausgaben von 21.000 Euro sowie 49.500 Euro zu nötigen.

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Scientology sieht sich im Recht und kündigte an, in Berufung gehen. Eric Roux sprach im Namen der französischen Organisation von einer "Gefahr für die Religionsfreiheit". Schließlich hätten "alle anderen Länder" die Bewegung als Kirchengemeinschaft anerkannt. Frankreich müsse sich "an die europäische Gesetzgebung halten". Nach eigenen Angaben zählt die Bewegung in Frankreich rund 45.000 und weltweit zwölf Millionen Anhänger, darunter prominente Schauspieler wie John Travolta und Tom Cruise. In Deutschland steht die Sekte unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (4)
anon (04.11.2009 15:47)

Scientology-Gefahr für jeden!

Scientology ist ein gefährlicher, unsere Freiheit bedrohender Irrglaube! Wir klären auf:

http://forum.diekartegefunden.com/viewtopic.php?f=16&t=236