Der französische Präsident Nicolas Sarkozy schwelgt im Liebesglück. Und daran soll möglichst die ganze Welt teilhaben. Während seines Liebesurlaubes in Ägypten mit der Sängerin Carla Bruni hat der französische Staatschef sogar seinen Außenminister privat empfangen.
Berichten zufolge werden sich der französische Außenminister Bernard Kouchner und seine Partnerin, die Journalistin Christine Ockrent, zu Frankreichs bekanntestem Liebespaar in Scharm el Scheich gesellen. Die Spesen trägt freundlicherweise weiterhin der französische Geschäftsmann Vincent Bolloré, scheinbar verzückt von dem neuen Liebesglück.
Carla Bruni-Sarkozy
So reiste Sarkozy mit Freundin Bruni im Privatjet des Milliardärs zunächst für drei Tage ins ägyptische Luxor und danach in den Badeort Scharm el Scheich. Wohnen werden die beiden im Luxusanwesen des Scheichs von Abu Dhabi. Nichts ist für den Präsidenten zu teuer.
Doch nicht alle französischen Politiker sind dieser Ansicht. Empört und erzürnt hagelt es scharfe Kritik aus den Oppositionsrängen. Sarkozy verhalte sich „würdelos" und wie „ein protzender Milliardär". „Alle Präsidenten waren kultiviert, selbst Chirac", sagte der frühere Forschungsminister François Goulard.
Verwandte Artikel
„Ich bedauere, mich fragen zu müssen, welche Gegenleistungen Herr Bolloré, der ein schlauer Geschäftsmann ist, erwarten darf", fragte der sozialistische Abgeordnete Arnaud Montebourg. „Wenn sich der Präsident von den Gefälligkeiten von Milliardären abhängig macht, gibt es zwangsweise eine Gegenleistung." Alles „Peanuts", weist der Abgeordneten Patrick Balkany die Unterstellungen zurück. Schließlich läge der Anteil des Umsatzes der Bolloré-Gruppe aus öffentlichen Aufträgen gerade mal bei einem Prozent
Sichtlich genervt zeigt sich zudem die französische Bevölkerung. Kein Wunder. Der sonst so seriöse und ambitionierte Präsident mutiert zunehmend zu einem lässigen Playboy, und stellt sein Alter Ego gerne den Fotografen zur Schau. Jeder soll doch in den Genuss des Präsidenten kommen. (sw)