Nicht zum ersten Mal meint jemand, die kleine Madeleine McCann gesehen zu haben, und nicht zum ersten Mal stellt sich die Sichtung als Irrtum heraus. Ein Nordire hatte im bosnischen Medjugorje einen Mann vor einer Kirche dabei...
Nicht zum ersten Mal meint jemand, die kleine Madeleine McCann gesehen zu haben, und nicht zum ersten Mal stellt sich die Sichtung als Irrtum heraus. Ein Nordire hatte im bosnischen Medjugorje einen Mann vor einer Kirche dabei beobachtet, wie er ein kleines Mädchen, das Madeleine zum verwechseln ähnlich sah, in ein Auto zerrte (europolitan.de berichtete). Die Ermittlungen der bosnischen Polizei gingen zunächst nur schleppend voran.
Die Hoffnungen waren groß. Doch nun stellt sich heraus, dass das Mädchen nicht die seit Mai verschwundene Madeleine ist. Die bosnische Kriminalpolizei konnte den Mann und das Mädchen ausfindig machen. Es handelte sich um den Bosnier Alen Dedic und dessen dreieinhalb-Jährige Tochter Tea. Nachdem der Nordire das Kennzeichen des Autos der Polizei bekannt gab, konnte diese die Spur verfolgen und den Besitzer ausfindig machen.
„Der Autobesitzer ist Slavko Dedic. Er lebt in der Kleinstadt Ljubuski im Südwesten von Bosnien-Herzegowina. Er bestätigte, dass es sein Auto war und er es seinem Sohn Alen geliehen hatte, der am ersten November in Medjugorje war. Dieser hielt sich mit seiner Tochter Tea, die Maddie McCann sehr ähnle, dort auf“, teilte der Polizeisprecher Srecko Bosnjak mit.
Alen Dedic entschuldigte sich für den Vorfall. „Es tut mir leid, dass die Familie das durchleben musste, aber meine Tochter hat mit diesem Fall nicht zu tun. Sie ist dreieinhalb Jahre alt und sehr hyperaktiv. Ich hatte sie nicht unter Kontrolle und musste sie regelrecht ins Auto schubsen, als wir am ersten November zum Beten in Medjugorje waren.“, erklärte Alen Dedic. „Die Leute starrten auf sie und ich schämte mich für ihr schlechtes Benehmen“, so der Bosnier. Er dachte nicht, dass der Vorfall solch ein großes Aufheben machen würde.
Wie der Polizeisprecher nachdrücklich erklärt, sei die Familie Dedic somit entlastet. Das trifft nicht für die McCanns zu. Sie können nur weiterhin auf Informationen hoffen, und dass sich die nächste vermeintlich „heiße“ Spur nicht wieder nur als „heiße Luft“ entpuppt. (sw)