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24.09.2007Fall Madeleine McCann

Maddies Eltern engagieren Privatfahnder

Die Eltern der vermissten Madeleine McCann haben aus mangelndem Vertrauen in die Effizienz der portugiesischen Fahnder eine Privatfirma mit der Suche nach ihrer Tochter beauftragt. Bereits kurz nach dem Verschwinden Madeleines im Mai hat...

Die Eltern der vermissten Madeleine McCann haben aus mangelndem Vertrauen in die Effizienz der portugiesischen Fahnder eine Privatfirma mit der Suche nach ihrer Tochter beauftragt. Bereits kurz nach dem Verschwinden Madeleines im Mai hat das Ehepaar das britische Unternehmen Control Risks Group (CRG) eingeschaltet.

Das Unternehmen wurde von Kate und Gerry McCann kurz nach dem Verschwinden der Vierjährigen damit beauftragt, mögliche Täterprofile zu entwerfen und Hinweisen über mögliche Aufenthaltsorte ihrer Tochter nachzugehen. "Control Risks kann Dinge machen, die die portugiesische Polizei nicht machen kann", sagte ein Insider der "Times". Er wollte sich aber nicht dazu äußern, wie das Privatunternehmen, das insgesamt mehr als 600 Mitarbeiter beschäftigt, bezahlt wird. CRG ist die höchst bezahlte britische Sicherheitsfirma im Irak.

Kate und Gerry McCann hatten sich an die Firma, die unter anderem ehemalige Geheimdienstmitarbeiter und Mitglieder von Spezialeinheiten beschäftigt, gewendet, nachdem sie empfanden, dass die portugiesischen Behörden keinen Glauben mehr daran hatten, Madeleine lebend zu finden. Im Besonderen hatten sie das Gefühl, dass die Polizei nicht genug den Hinweisen und Zeugenberichten nachging.

Einige Zeugen hatten sich Berichten aus britischen Zeitungen zufolge darüber gewundert, dass die portugiesische Polizei nur einige Tage nach dem Verschwinden ihren Hinweisen kaum investigativ nachgegangen war. Madeleine war von zwei Zeugen, einem Briten und einer Norwegin, unabhängig voneinander am selben Tag in Marrakesch gesehen worden. Die Norwegin meinte sie an einer Tankstelle erkannt zu haben, während der Brite ein Kind mit einer erstaunlichen Ähnlichkeit zu Madeleine vor dem Ibis Hotel gesehen hatte.

Öffentlich mussten die McCanns das Einschalten eines privaten Unternehmens zu den Ermittlungen leugnen, da die portugiesische Polizei ihnen deutlich machte, dass dies gegen das Gesetz sei. Die Polizei vermutet, dass die Mutter in einen tödlichen Unfall des Mädchens verwickelt war und die Eltern dann versuchten, das Geschehene über die Geschichte einer Entführung zu vertuschen. Die Anschuldigungen sind von den Eltern vehement bestritten worden. Zuletzt hatten sie sich die Unterstützung aus britischen Regierungskreisen zugesichert.

Um in der Medienöffentlichkeit ihre Unschuld an dem Fall zu betonen, haben die Eltern auch einen Lügendetektor-Test in Erwägung gezogen. Die forensischen Indizien aus Haaren und Blut der Kleinen gegen die Eltern selbst, haben sich nicht als stichhaltig erwiesen. Britische Behörden haben zudem geäußert, dass der indiskrete Umgang mit noch nicht bestätigten Daten seitens der portugiesischen Kollegen, die internationale Zusammenarbeit sehr aufs Spiel setze. (nr)

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