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Persönliche Mitteilung
Italiens Premierminister Silvio Berlusconi wurde am Sonntag Abend in aller Öffentlichkeit von einem offenbar geistig verwirrten Mann angegriffen. Der Täter schleuderte Berlusconi eine kleine Nachbildung des Mailänder Doms mit voller Kraft ins Gesicht und verletzte den Politiker, der daraufhin zur Untersuchung in ein Mailänder Krankenhaus gebracht wurde. von SUSANNE SPRINGER
Zum Jahrestag des Todes von Alexandros Grigoropoulus hatten Studenten- und Schülerverbände Demonstrationen für das Wochenende angekündigt. Der 15-jährige Schüler wurde bei Studentenprotesten vor einem Jahr von einem Polizisten getötet, woraufhin gewalttätige Krawalle ganz Griechenland überzogen. Dieses Szenario wiederholt sich nun anlässlich des Jahrestages.
Am gestrigen Donnerstag fand zum achten Mal eine Art Fragestunde der Bürger an den Ministerpräsidenten Wladimir Putin unter dem Titel 'Ein Gespräch mit Wladimir Putin. Die Fortsetzung' statt. Die in TV und Radio übertragene Sendung gab dem ehemaligen Kreml-Chef die Gelegenheit, sich als 'Retter der Nation' zu inszenieren – und inoffiziell seinen Wahlkampf fürs Präsidentenamt zu beginnen. von SUSANNE SPRINGER
Bei der gestrigen Volksabstimmung in der Schweiz sprachen sich 57,7 Prozent der Bevölkerung für ein landesweites Verbot für den Bau von Minaretten aus. Das Referendum wurde von den zwei rechtspopulistischen Parteien Schweizerische Volkspartei (SVP) und Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) ins Leben gerufen, die Regierung sowie alle anderen namhaften Parteien sprachen sich dagegen aus. Es werden Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erwartet. von SUSANNE SPRINGER
Die Entscheidung über den neuen rumänischen Präsidenten wird erst mit der Stichwahl am 6. Dezember fallen. Amtsinhaber Traian Basescu hat am vergangenen Sonntag zwar die erste Wahlrunde gewonnen, konnte allerdings nicht mit den knapp vier Prozent mehr Stimmen als Oppositionsführerin Mircea Geoana die Abstimmung für sich entscheiden. von KAREN SAES
Mit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages Anfang Dezember entstehen gleich an der Spitze der Europäischen Union glich zwei neue Ämter: das des ständigen Ratspräsidenten sowie des Hohen Beauftragten für Außen- und Sicherheitspolitik. Der kontinentale Machtpoker hat bereits begonnen - und für die Position des EU-Außenministers wird nach der Absage des Briten David Miliband nun Massimo D'Alema, ein veritabler Poliprofi, als Favorit gehandelt. von SUSANNE SPRINGER
Recep Tayyip Erdogan hat eine Lanze zugunsten des sudanesischen Präsidenten Hassan Omar Al Baschir gebrochen, gegen den wegen schwerster Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein Haftbefehl seitens des UN-Tribunals in Den Haag vorliegt. Der türkische Regierungschef erklärte am vergangenen Sonntag im Staatsfernsehen TRT, dass der Islam seinen Gläubigen ein Verbrechen wie Völkermord schlichtweg verbiete. Deswegen könne er sich nicht vorstellen, dass Al Baschir schwere Verbrechen begangen hat. von KAREN SAES
Eine Gesellschaft, die offensichtlich unfähig geworden ist, ihre Symbole verständlich und plausibel zu machen, darf sich nicht beleidigt fühlen, wenn einige dieser Symbole Verwirrung schaffen. von HOLGER MILKAU
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat am gestrigen Dienstag in einem Grundsatzurteil entschieden, dass das christliche Kreuz in öffentlichen Schulen nicht nur die Religionsfreiheit der Schüler verletzt, sondern ebenso die Freiheit der Eltern, ihre Kinder nach eigenen philosophischen Überzeugungen zu erziehen. von SUSANNE SPRINGER
Londons Bürgermeister Boris Johnson hat am vergangenen Montagabend einen Angriff auf eine Frau verhindert. Johnson verjagt dabei drei randalierende Mädchen und brachte die beängstigte Frau anschließend nach Hause.
Dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko zufolge ist die Schweinegrippe in seinem Land mittlerweile zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit avanciert. Ganze Landstriche stehen seit Freitag unter Quarantäne, Anti-Grippe-Mittel und Atemschutzmasken werden inzwischen knapp. Nun soll die internationale Gemeinschaft der Ukraine bei der Bekämpfung der grassierenden Pandemie Hilfe leisten. von KAREN SAES
Ein französisches Gericht hat die Scientology-Sekte wegen "organisierten Bandenbetrugs" verurteilt. Damit gab die französische Justiz zwei ehemaligen Scientology-Mitgliedern Recht. Die Betroffenen hatten die Scientology-Sekte verklagt, weil sie der Organisation vorwerfen, ihre seelische Notlage ausgenutzt zu haben. Die Sekte habe sie dazu gedrängt, viel Geld unter anderem für Persönlichkeitstests und Vitaminkuren zu zahlen. von JULIA KAHLICH