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05.06.2009ABER DER EXPORT SCHWÄCHELT

Abwrackprämie beschert der Autobranche weiteren Absatz-Boom

Der Autoabsatz in Deutschland boomt weiter: Dank der Abwrackprämie waren im Mai 384.578 Erstzulassungen zu verzeichnen, wie das Kraftfahrtbundesamt am gestrigen Mittwoch in Flensburg mitteilte. Dies waren 1,3 Prozent mehr als im April und 39,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Rückläufig sind dagegen die Exporte. Sie verringerten sich im Mai um 24 Prozent. Und in den ersten fünf Monaten dieses Jahres insgesamt 38 Prozent.

Besonders die Hersteller von Klein- und Kleinstwagen profitieren von der staatlichen Verschrottungsprämie. Während der Absatz an Kleinwagen um 92,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat stieg, waren es bei den Kleinstwagen sogar 140 Prozent. Die Abwrackprämie hat allerdings nicht nur für die deutsche Automobilindustrie einen positiven Effekt. Mit einem Anteil von rund 40 Prozent profitieren auch auskländische Hersteller stark von der Konjunkturmaßnahme.

Ebenfalls deutlich sichtbar sind die Effekte jedoch beim schwer angeschlagenen deutschen Autobauer Opel. Die Rüsselsheimer konnte den Absatz um 57 Prozent steigern und belegte im Mai mit einem Marktanteil von 10,2 Prozent den zweiten Platz hinter VW mit 21,4 Prozent. "Diese beeindruckenden Zahlen sind für uns ein deutlicher Vertrauensbeweis und ein Zeichen dafür, dass Kunden immer stärker Opel den Vorzug geben. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken", erklärte Carl-Peter Forster, Europachef der Opel-(noch)-Muttergesellschaft General Motors (GM).

Einen leichten Absatzrückgang haben dagegen die deutschen Hersteller von Automobilen der Oberklasse, BMW, Audi und Mercedes, zu verzeichnen gehabt. Außerdem sind die Exporte allgemein stark rückläufig. Der weltgrößte Automarkt USA schrumpfte im Mai erneut um 33,7 Prozent. Die deutschen Autobauer exportierten im Mai 246.000 Autos und somit 24 Prozent weniger als im Mai 2008. Damit scheint sich die Talfahrt allerdings zu verlangsamen. Im April betrug das minus noch 48 Prozent.

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Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) war die Zahl der im Mai in Deutschland erstzugelassenen Fahrzeuge die höchste seit 1991. "Die Kfz-Steuer und die Umweltprämie erfüllen damit die ihr von der Politik zugewiesene Aufgabe, die Pkw-Inlandsnachfrage angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die vor allem zu einem Einbruch im Export geführt hat, zu verstärken", erklärte VDA-Präsident Matthias Wissemann. Dies stabilisiere den Automobilstandort Deutschland und seine Beschäftigten. Bislang wurden im Jahr 2009 1,6 Millionen Fahrzeuge angemeldet. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 3,1 Millionen. (stk)

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