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40 Offshore-Windparks sollen 30.000 neue Arbeitsplätze schaffen

16.09.2009BUNDESKABINETT ERTEILT GENEHMIGUNG

40 Offshore-Windparks sollen 30.000 neue Arbeitsplätze schaffen

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch dem Bau von 40 Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee zugestimmt. Im 'Hamburger Abendblatt' kündigte Wolfgang Tiefensee (SPD), Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung an, durch würden 30.000 neue Arbeitsplätze in Norddeutschland entstehen.

Die Bundesregierung genehmigte bereits den Bau von 25 Offshore-Windparks jenseits der Zwölf-Meilen-Küstenlinie, davon 22 in der Nord- und drei in der Ostsee mit zusammen 1.800 Windrädern. Der Hochseewind soll 6,8 Millionen Haushalte zusätzlich mit Strom versorgen. Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung schrittweise auf 30 Prozent zu erhöhen, kommt mit dem heutigen Beschluss endlich voran. Mithilfe der Windenergie könnte der Ausstoß von CO2 reduziert und Deutschland von fossilen Energieträgern unabhängiger gemacht werden.

Tiefensee äußerte im Gespräch mit dem 'Hamburger Abendblatt' die Gewißheit, dass der Bau der Windanlagen positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben werde: "Wir rechnen im Norden mit 30.000 neuen industriellen Arbeitsplätzen in der Offshore-Windindustrie in den kommenden Jahren." Er bezeichnete Atomenergie als "nicht mehr zeitgemäß", deshalb müsse man, in Anbetracht der aktuellen Diskussionen um Gorleben, "erneuerbare Energien weiter ausbauen".

Felix Matthes, Energieexperte am Öko-Institut Freiburg, kritisierte den späten Beschluss der Bundesregierung im 'Spiegel': "Die nun diskutierte Offshore-Strategie geht klar auf Rot-Grün zurück, und die Große Koalition hat in vier Jahren zu wenig getan, um sie deutlich voranzubringen." Tatsächlich hatte Rot-Grün bereits im Januar 2002, im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie, den Bau von Windparks beschlossen. Der aus technischer Sicht schwierige Aufbau der Windanlagen auf hoher See, die Anbindung an das Stromnetz sowie die Finanzkrise brachten das Vorhaben nicht voran.

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Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie (BWE), äußerte gegenüber 'Spiegel Online' erste Bedenken, denn "70 Prozent der Investitionen in die 25 bereits genehmigten Windparks werden laut Albers von einem der Energieriesen getätigt - im Bundesumweltministerium befürchtet man, dass diese Konstellation das Innovationstempo drosselt". (mme)

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