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StartseiteDealsLabelsIN STUTTGART NAHT DER SHOWDOWN
Rekord-Marke Porsche: Autobauer im Absatz-Himmel

15.07.2009IN STUTTGART NAHT DER SHOWDOWN

Porsche lehnt VW-Angebot ab - Katar soll schwäbischen Autobauer retten

Wie die 'Bild'-Zeitung heute meldet, soll sich Porsche intern bereits für einen Investor entschieden haben. Angeblich will der Konzern das Angebot von Volkswagen ausschlagen und nur noch mit arabischen Unternehmern aus Katar verhandeln.

'Bild.de' beruft sich in dem Artikel auf "Informationen aus Konzernkreisen". Demnach wird Porsche bei seiner Sondersitzung am 23. Juli ausschließlich das Angebot von Investoren aus dem Golf-Emirat Katar beschäftigen. Das Vorhaben von VW, 49,9 Prozent der Porsche-Aktien zu übernehmen, stünde dann nicht mehr zur Debatte.

Dennoch möchte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff seine Pläne über einen Einstieg von VW bei Porsche nicht begraben. Nach gestrigen Informationen der 'Süddeutschen Zeitung' pocht der CDU-Politiker auf einen Zusammenschluss der Autohersteller. Das Emirat Katar solle 15 Prozent der Porsche-Aktien erhalten, die Familien Porsche und Piech die Hälfte und Niedersachsen wie derzeit ebenfalls 20 Prozent. "Dann werden wir 2018 der größte Automobilkonzern der Welt sein", schrieb Wulff im SZ-Chat.

Der Politiker fürchtet offenbar keine feindliche Übernahme von VW durch Porsche: "Im Tierreich kenne ich keine Tiere, bei denen der Schwanz mit dem Hund wedelt." Wulff deutete an, dass er gute Kontakte zu den Arabern habe, und dass sie ohne die Zustimmung des Ministerpräsidenten nicht bei Porsche einstiegen. Der niedersächsische Landesvater drohte, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking zu entlassen. Die Entmachtung sei nur "eine Frage von Stunden".

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück äußerte derweil scharfe Kritik an Wulff. Der Politiker "will Porsche schaden, damit VW uns billig einkaufen kann", zitierte die 'Süddeutsche Zeitung' den Unternehmer. Wulff habe, so Hück, bei verschiedenen Banken Druck gemacht, damit Porsche keine Kredite mehr erhielte. Hück hatte bei den letzten Betriebsversammlungen darauf gedrängt, dass Porsche verstärkt mit Katar verhandelt.

Die Eigentümerfamilien Piech und Porsche verhandeln derzeit über die Rettung des hochverschuldeten Autobauers aus Zuffenhausen. Porsche braucht dringend frisches Geld. Sowohl Katar als auch VW haben angeboten, dem Sportwagenhersteller aus der Patsche zu helfen. Während die Araber Aktien für etwa sieben Millionen kaufen möchten, will Volkswagen fast die Hälfte der AG übernehmen und Porsche als zehnte Marke in den eigenen Konzern integrieren.

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Bislang sperrt sich Porsche gegen VW. Konzerninterne Differenzen zwischen den Eigentümern Piech und Porsche überschatten die Verhandlungen. Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche möchte den Autohersteller in seiner Eigenständigkeit. Das in guten Jahren hochprofitable Traditionsunternehmen aus Baden-Württemberg beschäftigt insgesamt fast 8.500 Mitarbeiter.

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