Der niederländische Staat hat drei Milliarden Euro in das Versicherungsunternehmen Aegon gepumpt. Dafür bekommt die Obrigkeit im Polderstaat zwei Sitze im Aufsichtsrat des Finanzkonzerns. Dies verkündeten das Finanzministerium in Den Haag und die Aegon-Spitze am heutigen Dienstagmorgen.
In einer Pressemitteilung seitens des Ministeriums heißt es: „Mit Hilfe dieser Kapitalverstärkung bleibt Aegon eine gesunde und gut geführte Versicherungsgruppe mit einer starken Kapitaldecke, die international zu den stärkeren Versicherern gehört."
Aegon ist das zweite Finanzinstitut im Polderstaat, das die in Aussicht gestellte Hilfe des Finanzministeriums für durch die Finanzkrise in eine Schräglage geratene Banken und Versicherungen in Anspruch nimmt. Vor zwei Wochen hatte bereits der Bankversicherer ING zehn Milliarden aus dem staatlichen Fonds in Anspruch genommen.
Als Gegenleistung für die Kapitalspritze bekommt der niederländische Staat Aktien von Aegon. Diese kann der Versicherungsriese zu einem Drittel bis zum 10- Oktober 2009 zum Emissionskurs zurückkaufen. Die restlichen Anteilsscheine kann das Unternehmen zu jedem beliebigen Zeitpunkt für einen Gegenwert von 150 Prozent des Emissionskurses zurückkaufen.
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Darüber hinaus hat Aegon am heutigen Dienstagmorgen seine neuesten Quartalszahlen veröffentlicht. Der Konzern musste für das dritte Quartal einen Nettoverlust von 350 Millionen Euro vermelden, nachdem er außerordentliche Abschreibungen für über 400 Millionen Euro hatte tätigen müssen. Zur Verstärkung seiner Eigenkapitaldecke wird Aegon 2008 keine weitere Dividende ausschütten. (mso)