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Alitalia in letzter Minute gerettet – Lufthansa sondiert das Terrain

29.01.2010STRECKEN-NETZ WIRD ERWEITERT

Lufthansa sieht sich in Italien auf gutem Kurs

Die Airline mit dem Kranich hat einem Medienbericht widersprochen, der Lufthansa Schwierigkeiten auf dem italienischen Markt zuschrieb. Man befinde sich "auf gutem Kurs", bekräftigte ein Sprecher gegenüber 'Europolitan.de'. Das Streckennetz soll in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Unzulässige Dramatisierung aufgrund von unvollständigen Daten: Die Lufthansa hat einem Medienbericht der Tageszeitung 'Il Sole 24 Ore' widersprochen, derzufolge sich ihre Italien-Tochter in schwierigem Fahrwasser befinde. Vielmehr sehe man sich "auf gutem Kurs", betonte Unternehmenssprecher Klaus Gorny am heutigen Freitag im Gespräch mit 'Europolitan.de'.

Das italienische Wirtschaftsblatt hatte der deutschen Fluglinie in Italien im vergangenen Jahr ein spektakuläres Umsatzplus in Höhe von 109 Prozent attestiert, wollte jedoch von nicht näher spezifizierten Insidern erfahren haben, dass der erfolgskritische Load Factor, die Auslastungsquote auf den Flügen, so schlecht wie noch nie zuvor in der kurzen Geschichte des Italien-Ablegers sei.

Dem widersprach nun Gorny aufs Entschiedenste. Die von 'Il Sole 24 Ore' genannte Zahl von 48,5 Prozent Load Factor in den ersten 25 Tagen dieses Januars sei nicht nachvollziehbar und keinesfalls repräsentativ für die allgemeine Geschäftslage der Airline. "Lufthansa Italia hat 2009 auf den Europa-Strecken von Mailand aus im Schnitt über 60 Prozent Load Factor verzeichnet", bekräftigte der Sprecher.

Auch die vor einer Woche kundgemachte Entscheidung, die Strecke Malpensa-Rom Fiumicino zum 16. Februar außer Betrieb zu nehmen, sei nichts weiter als eine bedauernswerte Episode. Vielmehr habe die sehr gute Entwicklung der Route nach Neapel dazu geführt, dass dort von zwei auf drei Flüge täglich aufgestockt werde.

Auch bezeichnete Gorny die Entwicklung auf der anderen inneritalienischen Strecke nach Bari als "zufriedenstellend". Ab dem 28. März entstehen darüber hinaus zwei weitere Verbindungen von Mailand nach Olbia und Palermo, während die Europa-Verbindungen nach Barcelona und Budapest intensiviert werden. Auch das seien konkrete weitere Zeichen für ein grundsätzlich freundliches Markt-Echo.

Heike Birlenbach, Vizepräsidentin Lufthansa Italia, hatte bereits vergangene Woche die aktuelle Geschäftsentwicklung wie folgt kommentiert: "Nach fast einjähriger Aktivität verdeutlicht die Erweiterung des Netzwerks die strategische Bedeutung unseres Engagements in Italien sowie die hervorragende Arbeit von Lufthansa Italia. Ich bin mir sicher, dass sich das in diesem Jahr erfahrene, positive Kundenfeedback verstetigen wird."

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Schwarze Zahlen sind für Lufthansa Italia zwar noch nicht in Sicht, wie 'Europolitan.de' erfuhr. Die Airline mit dem Kranich scheint darin aber kein Hindernis zu sehen, auch weiterhin in der Offensiven zu bleiben, und sich eine dauerhafte Präsenz am Markt zu sichern. Die neuen Flüge zumindest werden zu Kampfpreisen in den Markt gedrückt: 59 Euro kostet in der Anfangsphase der Hinflug in der Economy Class, für schlappe 99 Euro geht's hin und zurück. (mso)

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