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Opel: Fiat-Chef Marchionne trifft sich mit Guttenberg und Steinmeier

28.10.2009MARCHIONNE GREIFT DURCH

Fiat räumt bei Chrysler auf - Immense Streichungen in der Modellpolitik

Fiat- und Chrysler-Chef Sergio Marchionne plant offenbar, mehrere Modelle des US-Autobauer zu streichen. Stattdessen sollen künftig Mittelklassewagen auf Fiat-Basis unter Chrysler-Label den US-Markt aufmischen und die ehemalige Mercedes-Tochter wieder auf Vordermann bringen.

Wie das 'Wall Street Journal Europe' am gestrigen Dienstag berichtete, wird Chrysler-Vorstandschef Marchionne am 4. November seinen Strategievorschlag für die nächsten fünf Jahre vor versammelter Presse und Finanzexperten vorstellen. Dem Blatt zufolge beinhaltet der Rundumschlag vornehmlich, dass mehrere Modelle vom Markt genommen werden sollen.

Zu diesen Modellen gehören der Dodge-Kompaktwagen Caliber, der Geländewagen Nitro, das Mittelklassemodell Avenger sowie der Chrysler PT Cruiser. Auch die Geländewagen Commander, Compass, Patriot sowie der Chrysler Sebring sollen bis 2012 vom Markt verschwinden. Die Produktion des Commander soll laut 'Wall Street Journal' sogar bis Ende 2010 eingestellt werden.

Marchionne, der auch dem Autobauer Fiat vorsteht, setze stattdessen auf den Stadtwagen Fiat 500, der ab 2011 in den USA verkauft werden soll. Ein Jahr später folge die Konzerntochter Alfa Romeo. 2013 werde ein kleiner Jeep ebenfalls auf dem US-Markt erscheinen. Dem 'Wall Street Journal' zufolge sehe der Vorstand vor, Mittelklassewagen auf Fiat-Basis unter Chrysler-Label in den USA verkaufen zu wollen. Außer dem Alfa Mito sollen alle Alfa Romeo-Modelle künftig in Nordamerika und in Mexiko hergestellt werden.

Ein Sprecher des Fiat-Konzerns erklärte hierzu der 'Financial Times Deutschland': "Auf der Plattform des Alfa Milano wird nicht nur ein neues Alfa-Modell, sondern auch ein Nachfolger des Chrysler Sebring entstehen. Ab 2012 werden wir Alfa-Modelle in den Chrysler-Werken bauen." Der Konzern wolle mit dieser Strategie immensen Kosten einsparen, so der Sprecher. Marchionne möchte mit der neuen Strategie weiterhin die untere Mittelschicht ansprechen, dennoch zusätzlich anspruchsvolle Amerikaner für die europäischen Modelle gewinnen.

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Im Juni dieses Jahres rettete Fiat mit dem Kauf von 20 Prozent den angeschlagenen US-Autobauer Chrysler. Mittelfristig könnte Fiat die Mehrheit von Chrysler übernehmen. Allerdings müsse hierfür Chrysler zuerst die staatlichen Kredite vollständig zurückzahlen. Im September wurde bekannt, dass der US-Marktanteil von Chrysler von elf auf acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken war.

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