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Fortis-Aktie erlebt Kurssturz infolge negativer Liquiditätsgerüchte

18.11.2008KLAGE ABGESCHMETTERT

Belgisches Gericht bestätigt Fortis-Verkauf an BNP Paribas

Die politisch konzertierte Aktion zur Rettung des belgischen Finanzkonzerns Fortis ist am heutigen Dienstag von einem Brüsseler Gericht besiegelt geworden. Das dortige Handelsgericht verkündete um 14 Uhr Ortszeit, dass dem Einspruch einiger Aktionäre gegen den Verkauf von Fortis-Aktiva an die französische Großbank BNP-Paribas nicht stattgegeben wird.

Die Richter kamen den Klägern allerdings dahingegen entgegen, dass sie die Einberufung einer Expertenkommission beschlossen, welche die Finanzsituation von Fortis konstant begutachten soll und eine gewisse Transparenz zugunsten von Kleinaktionären herstellen soll. Der Kommission werden der Wirtschaftsprüfer Jean-Francois Cats sowie der Wirtschaftsprofessor Erik de Bodt und Aufsichtsexperte Dirk Smets angehören.

Franceline De Tandt, Vorsitzende des Handelsgerichts, betonte allerdings explizit, dass die Übernahme des Fortis-Assets seitens BNP Paribas für das Überleben der Bank absolut unabdingbar ist. Die klagenden Kleinaktionäre wollen jedoch nicht aufgeben und haben heute bereits über ihren Anwalt Mischael Modrikamen angekündigt, gegen das heutige Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Der Einspruch der Aktionäre bezieht sich auf die Anfang Oktober von Seiten der Obrigkeit eingeleiteten Rettungsmaßnahmen rund um die Bankengruppe. Damals hatte der holländische Staat die in den Niederlanden befindlichen Fortis-Aktivitäten gegen Zahlung eines Betrages in Höhe von 16,8 Milliarden Euro übernommen, während die belgischen Aktivitäten BNP Paribas anheimfielen. Die Kläger forderten vor allem eine Überprüfung des Verkaufspreises in Höhe von 14,5 Milliarden Euro für 75 Prozent an dem belgischen Teil der Bank.

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Sollte die Übernahme sich nach dem Gang durch alle gerichtlichen Instanzen bestätigen, steigt BNP Paribas gemesssen an den verwalteten Einlagen zur größten Bank im Euroraum auf. (mso)

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