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VW-Aktie: Spekulanten und Hedgefonds finden in Porsche ihren Meister

20.07.2009NUR NOCH KONZERNMARKE

Aus für Porsche: Übernahme durch Volkswagen steht kurz bevor

Medienberichten vom gestrigen Sonntag zufolge hat der Volkswagen-Konzern vor, den angeschlagenen Autobauer Porsche zu übernehmen und als zehnte Marke in das VW-Unternehmen einzugliedern. Porsche-Betriebsrat Uwe Hück wehrte sich gegen die Übernahmepläne. Bis zu den getrennten Aufsichtsratssitzungen am 23. Juli sollte eine verbindliche Lösung vorliegen.

Wie der 'Spiegel' am Wochenende berichtete, will VW Porsche in zwei Schritten übernehmen: Zunächst wollen die Wolfsburger 49,9 Prozent der Anteile an den Zuffenhausenern aufkaufen. Anschließend plant VW, auch die restlichen Aktien an sich bringen. Porsche soll dafür acht Milliarden Euro erhalten und in der Lage sein, seine Schulden komplett zu tilgen.

Gelänge dieser Schritt, sähe die Verteilung der Porsche-Aktien folgendermaßen aus: Das Land Niedersachsen behielte zwanzig Prozent der Anteile, das arabische Emirat Katar würde rund fünfzehn bis zwanzig erhalten, der vereinigte VW-Porsche-Konzern mehr als die Hälfte der Aktien. Bislang haben sowohl Porsche als auch Volkswagen das Vorhaben dementiert: "Uns ist nicht bekannt, dass es eine grundsätzliche Einigung gibt", zitierte die ARD einen Porsche-Sprecher.

Das Übernahmevorhaben geht offenbar mit dem Ausscheiden des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden von Porsche, Wendelin Wiedeking, einher. Zwar dementierte Betriebsratschef Uwe Hück Spekulationen über einen möglichen Abgang Wiedekings. Doch der Unternehmer soll sich bereits von Arbeitsrechtler Jobst-Hubertus Bauer beraten lassen, der dafür bekannt ist, für Spitzenmanager eine hohe Abfindung auszuhandeln. Möglicherweise könnte Wiedeking über 100 Millionen Euro erhalten. Als Nachfolger soll Spekulationen zufolge der Produktionsvorstand Michael Macht werden.

Inzwischen kündigte der Porsche-Betriebsratschef Widerstand gegen die Übernahme an. Die 'Bild am Sonntag' zitierte Uwe Hück mit den Worten: "Die Seelen der Porsche-Mitarbeiter kann VW niemals kaufen." Die Eingliederung Porsches in den Konzern diene nur dazu "den Traum von Herrn Piech zu erfüllen". Doch 11.000 Arbeitsplätze von Porsche-Mitarbeitern seien dadurch in Gefahr.

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Marktexperte Heino Ruland wertete die Gerüchte über die Übernahme, sollten sie sich als wahr erweisen, als großen Erfolg für den VW-Aufsichtsratschef: "Für Ferdinand Piech und somit VW wäre dies ein Sieg auf der ganzen Linie." Am kommenden Donnerstag wollen sich die Aufsichtsräte beider Unternehmen zu getrennten Sitzungen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt treffen. Bis dahin, vermuten Analysten, sollte eine Lösung vorliegen. (nhe)

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