Am Donnerstag wurde die transkaukasische Ölpipeline BTC von den Ministern der drei beteiligten Länder vor tausenden von Menschen feierlich im türkischen Hafen Ceylan in Betrieb genommen. Die 1770 Kilometer lange Pipeline beginnt in Baku,...
Am Donnerstag wurde die transkaukasische Ölpipeline BTC von den Ministern der drei beteiligten Länder vor tausenden von Menschen feierlich im türkischen Hafen Ceylan in Betrieb genommen. Die 1770 Kilometer lange Pipeline beginnt in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, fließt weiter an Georgiens Hauptstadt Tiflis vorbei und mündet im türkischen Ceyhan – mit drei Milliarden Euro Baukosten ist sie die teuerste Pipeline der Welt.
Türkeis Ministerpräsident Tayyip Erdogan betonte die wirtschaftliche als auch die politische Bedeutung des Projekts. Der Gesellschafters des deutschen Pipelineplaners ILF, Adolf Feizlmeyer, bringt den großen Stellenwert der Pipeline auf den Punkt: „Die BTC-Pipeline ist die erste große Leitung, die den Westen versorgt, ohne durch arabischen Sand und irakisches Gelände, über iranische Küsten oder russische Steppen zu führen.“
Die Türkei wird damit zum Energieschnittpunkt zwischen Asien und Europa. Der Bau der Pipeline dauerte lediglich zwei Jahre, zum Schutz vor Sabotageakten liegt sie einen Meter unter der Erde vergraben. Der britische Energiekonzern BP ist mit 30 Prozent Beteiligung der größte Eigner im Konsortium.
Die Pipeline hat bei voller Auslastung ein Transportvolumen von einer Millionen Barrel Öl pro Tag, was einem Zehntel des täglichen Ölimports der USA entspricht. (fs)