Das am diesen morgigen Donnerstag erscheinende, jährliche Frühlingsgutachten der renommiertesten Wirtschaftsforschungsinstitute bescheinigt der deutschen Wirtschaft eine Bruttoinlandsprodukt-Schrumpfung um 6 Prozent – und somit einen schlechteren Einbruch als im Vorfeld angenommen.
Mit dieser Prognose überbieten die Wirtschaftsweisen die ohnehin pessimistische Einschätzung ihres Auftraggebers der Bundesregierung. Diese wird ihrerseits nächste Woche ebenfalls eine eigene Konjunkturprognose veröffentlichen. Die acht Gutachter führen in ihrem Bericht auch aus, dass zusätzlich zu dem drastischen Konjunkturrückgang, selbst die nächsten Jahre in dieser Hinsicht keine Besserung versprechen. Eine Erholung im Jahr 2009 und auch 2010 sei unwahrscheinlich, heißt es darin. Im kommenden Jahr soll das BIP erneut um 0,5 Prozent zurückgehen.
In der ersten Ausführung stimmt der Internationale Währungsfonds (IWF) mit ihnen überein, der in seiner am Mittwoch publik gemachten Vorhersage ein ganz ähnliches Fazit ziehen musste. Seinen Berechnungen zufolge kommt es zu einer Rückbildung des hiesigen Wirtschaftswachstums um satte 5,6 Prozent. Die Institute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz empfehlen als Maßnahme laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" dennoch nur die bereits von der Regierung beschlossenen Konjunkturpakete in Höhe von mehr als 80 Milliarden Euro.
Ob das ausreicht um das heimische BIP zu beleben lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht mit Bestimmtheit vorhersagen. Einige Frühindikatoren zeichneten allerdings beim Ifo-Index des Münchner Instituts eine Verbesserung der kritischen Lage innerhalb der nächsten sechs Monate ab. Bleibt abzuwarten ob sie eintritt.
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Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind vorhersehbarer. Es wird mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf 3,7 Millionen gerechnet, wie aus den Kreisen zu vernehmen ist. Erst letztes Jahr sah diese Prognose noch ganz anders aus. Damals waren die Ersteller des Berichtes von rund 3,3 Millionen Arbeitssuchenden ausgegangen. (sdo)