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28.03.2008NACH DER MÜLLKRISE VON NEAPEL

Dioxin-Reste in Büffelmozzarella: EU droht mit Exportverbot

Die Mozzarella-Produktion in der italienischen Region Kampanien steckt in der Krise: Ermittler fanden in mindestens 25 Käsereien der Region erhöhte Dioxin-Spuren in der Büffelmilch-Delikatesse. Experten gehen davon aus, dass die Büffel die hochgiftige Substanz beim Grasen in der Nähe illegaler Mülldeponien aufgenommen haben. Das italienische Gesundheitsministerium hat nun Proben des Käses an die EU in Brüssel weitergeleitet. Eine Untersuchung der Delikatesse brachte Unschönes zu Tage.

In einem am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Bericht in der Zeitung „Corriere della Sera" hieß es, die Werte lägen „leicht über den Grenzwerten". Weiteres Handeln sei unbedingt nötig, da es aus Italien bislang keine Rückrufaktion für möglicherweise belasteten Mozzarella gegeben hat. Die bisherigen Maßnahmen Italiens seien „unzureichend".

Die regionalen Landwirtschaftsbehörden widersprachen dieser Darstellung. Es werde eine  „strikte Kontrolle" der Käsereien in der Region durchgeführt. Landwirtschaftsminister Paolo De Castro und Außenminister Massimo D'Alema nannten die Auswirkungen der Affäre einen „übertriebenen Alarm".

Im Zuge der Überprüfungen haben die italienischen Behörden bereits 83 Büffel-Zuchtbetriebe bis auf weiteres geschlossen, gegen über 100 Personen wird ermittelt. Die EU-Kommission drohte unterdessen mit einem kompletten Einfuhrverbot der beliebten Delikatesse aus Kampanien.

Einige Länder haben bereits Gegenmaßnahmen ergriffen. Südkorea und Japan stoppten die komplette Einfuhr der „Mozzarella di bufala" bis auf weiteres. Die gesamte Ware aus Kampanien wird an den Grenzen überprüft.

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Schon vor Monaten hatte die Müllkrise in Neapel und Umgebung bei Kritikern Befürchtungen hinsichtlich der Nahrung aus der Region ausgelöst. Experten hatten erklärt, durch den Müllnotstand könnten Gifte wie Dioxin in das Essen gelangen. Nun scheinen sich die Befürchtungen zu bewahrheiten. Kampanien exportiert jährlich Büffel-Mozzarella im Wert von 48 Millionen Euro. (ta)

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